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Glücksbringer für die Feuerwehr

Richtfest in Germendorf Glücksbringer für die Feuerwehr

Am Anfang lief der Bau schleppend. Zur Grundsteinlegung regnete es den ganzen Tag. Doch beim Richtfest am Freitag war alles perfekt. Der Germendorfer Feuerwehrchef strahlte, die Kita-Kinder sangen und die große Gästeschar feierte eine Art Volksfest. Das könnte nur noch mit der Eröffnungsfeier des Neubaus am 1. Oktober zu toppen sein.

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Zimmermeister Roman Nickelt (l.) und sein Vater Axel stoßen mit Löschzugführer Cornel Gratz an.

Quelle: Foto: Roeske

Germendorf. Nicht nur die Kita-Kinder besangen die Feuerwehrleute in den höchsten Tönen und wünschten Glück für den Neubau. Beim Richtfest am Freitagnachmittag schaute sogar der zuständige Bezirksschornsteinfeger in voller Montur vorbei und hatten einen kleinen Glücksbringer unterm Jackett. Schließlich wünschte Zimmermeister Roman Nickelt in seinem Richtspruch nur das Beste für das Haus und die Löschtruppe. Nachdem dies noch mit einem Schnäpschen besiegelt wurde, dürfte mit dem neuen Feuerwehrgebäude am Dorfanger gar nichts mehr schiefgehen.

Viele Gäste waren zum Richtfest der Germendorfer Feuerwehr gekommen

Viele Gäste waren zum Richtfest der Germendorfer Feuerwehr gekommen.

Quelle: Robert Roeske

Der Baustart verlief sehr schleppend, weil die Archäologen bedeutende Funde entdeckt hatten. Bei der Grundsteinlegung am 8. Oktober regnete es in Strömen. Doch am Freitag zum Richtfest strahlte die Sonne am Himmel. Das halbe Dorf schien gekommen zu sein, dazu Stadtverordnete, Vereinschefs, der Ortsbeirat, der Pfarrer, die Kita- und Hortkinder, Ehrenbürger Horst Eichholz und viele andere. Und natürlich die komplette Feuerwehr nebst Gästen aus den anderen Löschzügen. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke dankte nicht nur den Bauleuten, sondern auch den Zimmerleuten. „Die sind nicht nur brillante Handwerker, sondern auch große Dichter“, sagte er anerkennend nach dem Richtspruch. Einen dicken Applaus bekamen auch die Kita-Kinder, die nach Laesickes Ansicht „fast identisch mit dem Minilöschzug sind“.

Cornel Gratz wird einen Ehrenplatz für dasGeschenk dre Hortkinder finden

Cornel Gratz wird einen Ehrenplatz für dasGeschenk dre Hortkinder finden.

Quelle: Robert Roeske

Die Hortkinder hatten ein Feuerwehrauto gebastelt, das im neuen Depot einen Ehrenplatz bekommen wird. Der ganze Bau war zwar nicht winterfest geworden, doch das störte an diesem Tag niemanden. Die Feuerwehrleute hatten bestens vorgesorgt. In den kahlen Räumen hingen Planen vor den offenen Fenstern, die Heizgebläse bollerten, der Grill war angeheizt und die Suppe köchelte über dem offenen Feuer. Das Richtfest wurde ein kleines Volksfest.

In der Fahrzeughalle fehlen natürlich auch noch die großen Tore. Doch die Dimensionen des Baus sind schon zu erkennen. Ganz prägnant ist die schrägabfallende Deckenkonstruktion mit den großen Holzbindern.

Die Fahrzeughalle hat eine beeindruckende Dachkonstruktion

Die Fahrzeughalle hat eine beeindruckende Dachkonstruktion.

Quelle: Robert Roeske

„Es sind extra Hölzer gewählt worden, die sichtbar bleiben können“, erzählte Bauleiter Alexander Köppen von der Firma Groth. Wenn seine Männer erst mal wieder loslegen können, bräuchten sie noch fünf Wochen, bis der Rohbau fertig ist, meint Köppen.

Bis Ende August soll das Mehrzweckgebäude fertig sein. „Und dann werden die Feuerwehrleute und der Jugendklub den September für den Umzug brauchen“, meint Heidrun Gassan, Amtsleiterin für Grundstücks- und Gebäudewirtschaft. Und bei der Eröffnungsfeier am 1. Oktober steht den Germendorfern vielleicht großer Besuch ins Haus.

Alexander Köppen ist Bauleiter der Firma Groth

Alexander Köppen ist Bauleiter der Firma Groth.

Quelle: Robert Roeske

Interview:

Alexander Köppen von der Firma Groth erzählt als Bauleiter von den Arbeiten am Rohbau für die Feuerwache.


MAZ:
 Was gehört zu ihren Aufgaben an diesem Bau?

Alexander Köppen:  Wir als Firma Groth haben mehrere Gewerke übernommen. Zuerst die Erdarbeiten, wir sind also seit Anfang an dabei. Dann machen wir den kompletten Rohbau mit Dachstuhl und die Abdichtung des Daches.

Sollte der Bau weiter sein?

Köppen:  Uns ist einfach der Winter dazwischen gekommen. Die Rüstung haben wir noch bei Frost gestellt, das war aber unsere letzte Aktion.

Wann könnten Sie denn weiter arbeiten?

Köppen:  Unsere Leute sitzen zu Hause in den Startlöchern. Wenn kein Frost mehr ist, müssen wir trotzdem aufpassen , weil die Steine noch gefroren sind. Die müssen erst auftauen. Aber dann wären wir in fünf Wochen durch mit dem Rohbau.

Gefällt Ihnen dieser Neubau?

Köppen:  Ich bin froh, dass sich der Architekt durchgesetzt hat. das ist mal was Vernünftiges hier, auch mit diesen offenen Holzkonstruktionen im Dach.

Von Andrea Kathert

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