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Gräber könnten teurer werden

Sparmaßnahme für Hennigsdorf Gräber könnten teurer werden

Wenn die Stadtverordneten der neuen Friedhofsgebührensatzung zustimmen, müssen viele Angehörige tiefer in die Tasche greifen. Generell werden Erdbestattungen auf Hennigsdorfer Friedhöfen dann zwischen 3,6 und 15 Prozent teurer. Urnenbestattungen indes könnten günstiger werden.

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Die letzte Ruhe in Hennigsdorf wird teurer.

Quelle: Paetzel

Hennigsdorf. Die letzte Ruhe in Hennigsdorf wird teurer: Zahlten Angehörige für die Pflege einer Doppelgrabstätte bislang 52 Euro pro Jahr, könnten es demnächst 84 Euro sein – fast zwei Drittel mehr. Generell werden Erdbestattungen zwischen 3,6 und 15 Prozent teurer. Urnenbestattungen indes könnten günstiger werden.

Mit der neuen Friedhofsgebührensatzung reagiert die Hennigsdorfer Stadtverwaltung darauf, dass der Friedhof in zuletzt mehr gekostet hat als durch Gebühren hereinkam. Für 2015 etwa steht ein Minus von 10 000 Euro. „Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung müssen wir diese Anpassungen vornehmen“, so Daniel Stenger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung im Rathaus. Rund eine Million Euro hatte die Verwaltung bereits im 2015 in verschiedenen Bereichen eingespart (MAZ berichtete), die Friedhofsgebühren könnten nun ein weiterer Teil der Spaßmaßnahmen werden.

Die Gesamtkosten für eine Bestattung indes würden nur moderat zwischen zwei und sechs Prozent steigen, so Stenger. Ein Beispiel: Ein Erdreihengrab, das durch Friedhofspersonal für 25 Jahre gepflegt wird, kostet samt Bestattung, Benutzung der Feierhalle und Formalien statt bisher 1566 in der neuen Satzung nun 1647 Euro. „Man muss auch sehen, dass die letzte Satzung von 2011 war und die Kosten etwa für das Personal seitdem gestiegen sind“, so Stenger. Man wolle die Satzung, über die die SVV abstimmen muss, nun jedes Jahr überprüfen.

Außerdem solle der Friedhof mit einer neuen Gestaltungssatzung zukunftsfit gemacht werden. Die Grabfelder 8,9 und 10, bislang für „reservierte“ Gräber vorgesehen, sollen ab Mitte 2016 in Reihengrabfelder umgewandelt werden, die durch die Friedhofsverwaltung gepflegt werden. „Junge Leute bleiben eben oft nicht dort wohnen, wo die Eltern oder Großeltern dann liegen“, so Bauamtsleiter Dirk Asmus. Die Wahlgräber, die es jetzt dort gebe, müsse man aber selbst pflegen. Das funktioniere aber nicht, wenn die Angehörigen 500 Kilometer entfernt wohnen, erklärt Dirk Asmus. Mit Reihengräbern werde verhindert, dass Gräber ungepflegt aussehen. Verstorbene, die dort noch liegen, dürften aber bis zum Ende der Ruhezeit in dem Areal liegen, so Asmus. Reihengräber für Urnen dagegen werde es vorerst noch nicht geben.

Damit die Friedhofsgebühren künftig nicht weiter steigen, will die Verwaltung vermeiden, dass es ungenutzte Flächen auf dem Friedhof gibt. Etwa ein Drittel des vormals zehn Hektar großen Friedhofs im westlichen Teil ist bereits Parkfläche, die Friedhofsnutzer müssen die Pflege also dort nicht mitbezahlen. Rund zwei Hektar könne man vom westlichen Rand noch zurücknehmen, so Asmus. Das Gelände könnte am Ende entweder Park oder – völlig kostenneutral – Wald werden.

Von Marco Paetzel

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