Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Bio-Produkte, Mitmachgefühl, Touri-Angebote

Drei Fachgespräche im Wettbewerb „Zukunftsstadt Gransee“ Bio-Produkte, Mitmachgefühl, Touri-Angebote

Der November ist für den Wettbewerb „Zukunftsstadt Gransee“ der Monat der Fachgespräche. In diversen Runden wird ausgelotet, was in 15 Jahren und mehr gebraucht wird und was dann als nicht mehr zeitgemäß gilt.

Voriger Artikel
Rückruf für Schwester Agnes
Nächster Artikel
„Die Orte wieder mit Leben füllen“

Die Optik zum Wettbewerb.

Quelle: privat

Gransee. Wie kann der Granseer Wochenmarkt am Kirchplatz aufgewertet werden? Würde sich gar ein anderer Standort – zum Beispiel in der alten Feuerwehr, einer Halle oder nahe eines Supermarktes – umsetzen lassen? Wie lassen sich Angebote in den Ortsteilen verwirklichen? Das waren Fragen, die am Dienstagabend im Fachgespräch „Umwelt, Natur, regionale Produkte“ gestellt wurden. Stichwort regionale Produkte. Hier besteht laut Moderator Tilman Santarius tatsächlich Bedarf. „Der Wunsch nach regionalen Produkten, auch Bioprodukten, ist da.“ Das dürfe auch aus Eigenproduktion sein. In Gärten oder auf Balkonen wachsen Lebensmittel. Mit einem Netzwerk könnte auf diese Art auch ein Austausch zustandekommen, bevor etwas weggeworfen wird. Es gibt den Wunsch, die Kernstadt sowohl innen als auch außen mehr zu begrünen. Einmal mehr bildete der Geronsee Gesprächsstoff. Von einem Rundwanderweg wurde gesprochen. Der müsse womöglich gar nicht erst bis 2030 warten. Der Leiter des Regionalparks Stechlin-Ruppiner Land, Mario Schrumpf, und der stellvertretende Amtsdirektor Manfred Richter könnten sich vorstellen, solch ein Projekt schon vorher umsetzen zu können. Wie in anderen Gesprächsrunden schon betont, fehlen in Gransee ausreichend Begegnungsmöglichkeiten. Der Leerstand, so Tilman Santarius, solle dafür besser genutzt werden.

Um Beteiligung und Engagement ging es im zweiten Fachgespräch am Dienstag, das der ehrenamtliche Granseer Bürgermeister Mario Gruschinske moderierte. „Es muss mehr Bürgerverantwortung geben. Die Einwohner sollten ihre Kommune selbst mehr gestalten und damit die Verwaltung entlasten“, sagte er. Es gebe immer weniger Geld und immer weniger Personal. Gängige Praxis sei die, dass den Menschen fertige Konzepte vorgelegt würden, über die sie bloß noch abstimmen müssten. Das Highlight des Abends war für Mario Gruschinske das Auftauchen einer Dame, die bisher noch nie in Erscheinung getreten war, sich künftig aber stärker einbringen und selbst Mitstreiter gewinnen möchte. Was die Stadt Gransee brauche, so ein Vorschlag, sind Sportflächen für Kinder und Jugendliche oder ein Kulturhaus, um Orte der Begegnung zu schaffen. Davon gebe es zuwenig.

Letzteres sahen auch die Teilnehmer der Runde „Tourismus, Wirtschaft, Arbeit“ so – für Einwohner und Touristen. Für potenzielle Gäste der Stadt „fehlen die Angebote“, sagt Regio-Nord-Geschäftsführer Olaf Bechert, der das Gespräch mit Andreas Hirtzel leitete. Das Amtsgebiet Gransee und Gemeinden als Tourismusregion ist ein Thema gewesen. Für die Stadt gelte das nur bedingt. Baudenkmäler seien attraktiv, „ein kurzer Ausflug ist drin, aber es fehlt zum Beispiel ein Café am Schinkelplatz“, so Olaf Bechert. Der Tenor: Gransee könnte Tor für die Tourismusregion sein. Allerdings sehen das nicht alle so: Gransee könnte auch der Startpunkt sein. Zum Beispiel für Fahrradtouristen. Das Projekt des Fahrradverbundes gab es schon mal, setzte sich aber nicht durch. Die Idee: Mit dem Zug in Gransee ankommen, Rad ausleihen, am Ziel abgeben und per Zug nach Hause fahren. „Dafür müssten wir ein Netz schaffen“, sagt Olaf Bechert. Als Positivum schätzt er für die Entwicklung der Stadt die Gründung des Unternehmervereins ein. „Daraus müssen sich jetzt Aktivitäten entfalten.“ Dass es so kommt, hofft Mario Gruschinske: „Ich freue mich, dass der Verein gegründet wurde. Herzlichen Glückwunsch! Es wäre schön, wenn damit die Innenstadt neu belebt werden könnte. Vielleicht gibt es eine Sogwirkung.“

Von Stefan Blumberg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gransee 2030
e05fc9a4-1b63-11e5-b1ad-ce4b6d7fc9a9
Ideenwettbewerb Gransee 2030 – die Kooperationspartner

Seit Juli läuft der Ideenwettbewerb Gransee 2030 – dabei geht es um die Zukunft der Stadt im Norden Oberhavels. Anwohner sollen Ideen und Vorschläge einreichen, wie das Leben im Jahr 2030 aussehen soll. Wir stellen die Kooperationspartner des Wettbewerbs vor.

Was halten Sie von der Kreisgebietsreform?

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -