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Gransee 16 Tonnen Nostalgie
Lokales Oberhavel Gransee 16 Tonnen Nostalgie
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17:15 11.05.2017
Nach 400 Kilometern auf der Straße und einer Stunde „Rangierarbeit“ steht die IK Nummer 54 sicher auf den Mildenberger Gleisen. Quelle: Uwe Halling
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Mildenberg

Die I K Nummer 54 ist sicher gelandet: pünktlich auf die Minute biegt der Lastzug mit einer technischen Rarität aus Sachsen am Donnerstagmorgen auf die Zielgerade am Ziegeleipark ein. Auf dem Anhänger der einzige originalgetreue Nachbau der ersten Dampflok der sächsischen Schmalspurbahn – die war mit der Verschrottung des letzten Exemplares 1964 eigentlich ausgestorben. Der durch deutsche Ingenieurskunst 2009 wieder zum Leben erweckte 16-Tonner wird ein Blickfang beim zweiten Märkischen Feldbahnfest am Wochenende sein.

400 Kilometer hat der „Sonderzug“ aus Jöhstadt im Erzgebirge zurückgelegt, mit Übernachtung im Rasthof Stolpe. Am Morgen dann die letzten Kilometer über Land. „Wir sind gut durchgekommen“, sagt Fahrer Thomas. Im Ziegeleipark sind die Tore schon geöffnet, der Rasen um die Gleise ist frisch gemäht. Das große Rangieren kann beginnen. Mit dem Kran wird zunächst ein historischer Waggon vom Laster auf die Gleise gehievt. Darin dürfen am Sonnabend und Sonntag die Besucher Platz nehmen und sich ein bisschen fühlen wie Reisende im letzten Jahrhundert – denn auch der ist einem historischen Original der königlich sächsischen Bahnen nachempfunden.

Dann ist die Lok dran. Fahrer Thomas markiert mit Sprühfarbe seinen Fahrweg ins Gras. Sein Lkw muss rückwärts Millimeter genau durch die Toreinfahrt bis an das Gleisbett heran. Die I K steht oben auf Schienen und wird über eine auslegbare Rampe heruntergezogen. Bei den Ziegeleiparkmitarbeitern leuchten die Augen auf. „Endlich ist sie da“, sagt Jennifer Klein vom Veranstaltungsmanagement. Schon vor zwei Jahren sollte die Dampflok beim „Elefantenrennen“ auf den drei Spurweiten des Parks mitmachen. Kurz vor der Abreise gab es dann aber einen Achsschaden und die I K musste in die Werkstatt. Die Reise nach Brandenburg wurde gestrichen. Diesmal ging alles glatt. Die letzten Meter vom Sattelschlepper auf die Gleise wird die alte Dame von einer Diesellok des Ziegeleiparks gezogen. „Das Gewicht ist spürbar, aber unsere Lok zieht sonst auch gut 15 beladene Loren weg“, sagt Fahrer Norbert Krüger. Die Diesellok ruckelt nur einmal, dann hat sie ihre Fracht sicher am Haken und die IK berührt zum ersten Mal das Mildenberger Gleis.

Für heute ist die erste Probefahrt angesetzt. Bis zu fünf Stunden dauert das Anheizen. Die Kohlen liegen bereit und auch die Schienen, die extra für die Schmalspurbahn verlegt worden sind. Insgesamt 29 Schienenfahrzeuge und Eisenbahnen werden zum zweitägigen Feldbahnfest durch den Ziegeleiparks rollen, mehr als elf verschiedene Eisenbahnvereine wollen sich präsentieren. Mit der Krauss-Lok aus Nürnberg wird heute eine weitere Rarität erwartet. Weltweit gibt es von dieser Bauart nur noch 20 Stück – in Deutschland ist das 1906 gebaute Exemplar aus Süddeutschland das einzige noch funktionstüchtige. Eröffnet wird das Feldbahnfest am Sonnabend um 10.30 Uhr. Fahr-Paraden gibt es um 11, 13 und 15 Uhr.

Von Cindy Lüderitz

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