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35-Minuten-Film über die Zeit nach der Wende

Gutengermendorferin produzierte Heimatfilm 35-Minuten-Film über die Zeit nach der Wende

25 Jahre Wiedervereinigung in Deutschland, 25 Jahre Zeit nach der Wende in Gutengermendorf. Simone Harhues hat die Zeit inspiriert – und die Erinnerungen sollen überdauern. Mit viel Geduld, einer Kamera und einem Schnittprogramm hat sie die Impressionen aus dem Örtchen in einen 35-Minuten- Film gepackt. So manche Entscheidung fiel da nicht leicht.

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Simone Harhues stellte den Film schon einmal vor.

Quelle: STEFAN BLUMBERG

Gutengermendorf. Man nehme eine Kamera, ein Videobearbeitungsprogramm und viel Geduld. Dazu technisches Interesse und Enthusiasmus. Nicht zuletzt fehlen darf die Bereitschaft von Menschen, vor laufender Kamera Dinge aus der Vergangenheit auszuplaudern. Und fertig ist eine DVD.

Na ja, so einfach ist es nicht. Trotzdem: Simone Harhues hält eine DVD in den Händen, auf der ein 35-Minuten-Film „25 Jahre Wiedervereinigung – Impressionen aus Gutengermendorf“ gebrannt ist. „Ich dachte, dass ich ein paar Leute frage, die was aus den letzten 25 Jahren erzählen – fertig.“ Pustekuchen. Im März war der 44-Jährigen die Idee gekommen, anlässlich des 25. Jahrestages der Wiedervereinigung die Einwohner zusammenzubringen – mit einem Film über den Ort. Im September war er fertig. Gezeigt wird er am 3. Oktober, 15 Uhr, im alten Gemeindesaal.

In dem Film kommen elf Gutengermendorfer zu Wort. Sie erinnern sich an die Zeit der Wende und an die danach. Werner Janz ist einer von ihnen. Er vergaß nicht, dass nicht alles gut war nach dem Mauerfall. So sei sein geplantes Studium flachgefallen. Aber er hat auch beobachtet, dass in den zweieinhalb Jahrzehnten viel geschaffen wurde. Von ihm stammt der Film von 1991, aus dem Aufnahmen des Ortes in den Jubiläumsfilm eingebaut wurden. Auch andere Sequenzen – Drohnenfotos von Sven Rosenberg oder Bilder von Dorffesten und dem Pferdemarkt – fanden ein Plätzchen in dem Streifen von Simone Harhues.

„Für mich das Interessanteste waren die Gespräche um die Aufnahmen herum. Ich erfuhr viel und lernte die Leute anders kennen“, so die Hobbyfilmemacherin, die sonst mit behinderten Menschen arbeitet. Die technischen Fertigkeiten brachte sie sich in der Kürze der Zeit selbst bei. „Als ich den Film fertig hatte, ließ er sich nicht brennen. Ich habe geheult“, sagte sie. Aber Jan Beutlich half ihr.

Nun ist er komplett, 30 DVDs hat sie gebrannt. Die Mitwirkenden erhalten eine. Ansonsten können sie für fünf Euro erworben werden. Es lohnt sich!

Von Stefan Blumberg

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