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Gransee Hoch zu Ross durch den Zernikower Forst
Lokales Oberhavel Gransee Hoch zu Ross durch den Zernikower Forst
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01:15 01.10.2018
Gerlind Groß im Ziel. Jetzt richtet sie den 8. Zernikower Gutsdistanz-Wettbewerb aus. Quelle: Privat/Miriam Lewin
Zernikow

An einem Tag 84 Kilometer durch die Natur reiten und dabei so richtig Spaß haben – das wollen die Distanzreiter, die am Wochenende vom Gut Zernikow zum Wettkampf starten. Gerlind Groß (56) vom Hof „Mal wieder Land sehen“ hat zur 8. Zernikower Gutsdistanz eingeladen und Sport-Reiter aus dem ganzen Bundesgebiet sind auf Trab und haben sich angemeldet. „Neben Teilnehmern aus Brandenburg haben wir auch Reiter aus Sachsen, Thüringen, Hannover und Mecklenburg dabei“, sagt Gerlind Groß.

Denn neben sportlicher Fitness für Pferd und Reiter, ist auch Köpfchen beim Wettkampf gefordert. „Das ist oft gar nicht so einfach, sich mit einer Karte im Gelände zu orientieren“, meint Gerlind Groß, die sonst selbst Distanzwettbewerbe reitet, aber diesmal als Organisatoren darauf verzichtet hat.

Geritten wird nach Karte

Das Motto beim Distanzreiten lautet „Angekommen ist gewonnen“. Denn nur fitte Pferde landen im Ziel. „Außerdem sind die Pferde für uns Distanzreiter ein Partner und kein Sportgerät“, sagt Gerlind Groß.

Trotzdem sind die Kontrollen auch bei allen Distanzwettbewerben streng. Alle 20, 30 Kilometer wird an den festgelegten Kontrollstrecken die Gesundheit der Pferde von einem Tierarzt gecheckt. „Er schaut nach Lahmheiten, hört das Herz ab und kontrolliert die Sattel- und Gurtlage der Pferde auf Druckstellen“, sagt Gerlind Groß.

Alle 20, 30 Kilometer werden die Pferde vom Tierarzt untersucht

Gibt es nur die kleinste Auffälligkeit oder hat sich zum Beispiel am Kontrollpunkt nach 20 Minuten der Puls des Pferdes nicht auf 64 Schläge pro Minute normalisiert, scheidet das Team Pferd/Mensch aus. Und während der Reiter in den Pausen verschnauft, kümmert sich sein sogenannter Trosser (Begleiter) um das Pferd. Da gibt es kühlende Duschen, Massagen und natürlich Wasser und Heu engros.

Die übliche Grundgangart während des Turniers ist der für das Pferd kräfteschonender Trab. Streckenweise wird auch galoppiert. „Wer an so einem Ritt teilnimmt, hat sich und sein Pferd Jahre trainiert“, sagt Gerlind Groß.

Die Grundgangart ist Trab

„Es gibt nichts Schöneres, als mit dem Pferd durch den Wald zu reiten, den Wind um die Nase zu spüren und die Natur zu genießen“, schwärmt Teilnehmerin Cornelia Weidlich (42) aus dem Havelland, die für sich und ihren Araber Meshi 95 Euro für Turnier-Nennung, Startgeld und Unterkunft bezahlt hat. Cornelia trainiert mit ihrem Meshi mehrmals die Woche. „Ich habe ein tolles Ausreitgebiet direkt vor der Haustür. Meshi und ich sind fast nur im Wald unterwegs.“

Die von Gerlind Groß zusammengestellte Tour geht durch den Zernikower Forst und über Felder bis hoch zur Havel und schlängelt sich dann zurück. Die Reiter passieren auch ein Gewässer. Das ist für viele Pferde und Reiter immer eine kleine Herausforderung. Zahlreiche Genehmigungen der verschiedenen Forstbehörden mussten für diesen Wettbewerb eingeholt werden.

Die längste Tour hat 84 Kilometer

Die Reiter starten gegen acht Uhr nach einem leichten Frühstück und sind erst gegen Nachmittag zurück. Hartgesottene können dann Sonntag noch einmal in die Hufe kommen und mit weiteren 55 Kilometern eine Gesamtstrecke von 140 Kilometern an einem Wochenende absolviert haben. Dann startet aber auch ein sogenannter Einführungsritt für Einsteiger oder Reiter, die noch junge Pferde haben. Sie sind dann „nur“ 35 Kilometer unterwegs. Und damit die Newcomer nicht überfordert sind, müssen sie auch nicht nach Karte reiten, sondern nur der markierten Strecke folgen. Auf die Gewinner warten sogar „goldene“ Pokale. Aber was ist so ein „Blechding“ schon, wenn man so eine tolle Zeit mit seinem Partner Pferd verbringen kann.

Von Jeannette Hix

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