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Gransee Abschied von Henryk Wichmann
Lokales Oberhavel Gransee Abschied von Henryk Wichmann
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17:06 29.01.2019
Henryk Wichmann (Mitte) mit seinen Wahlkreis-Mitarbeitern Petra Hohn und Stefan Bensch. Quelle: Uwe Halling
Gransee

 Die weiße Tafel hängt noch im Wahlkreisbüro in Gransee. Henryk Wichmann hat darauf notiert, um welche Themen im Land und speziell in seinem Wahlkreis er sich kümmern will. Das meiste davon ist abgehakt. Und nun geht er, der „Herr Wichmann von der CDU“, als den ihn zwei Dokumentarfilme bekannt gemacht haben.

Montagabend hatte Henryk Wichmann seine Wegbegleiter der vergangenen neuneinhalb Jahre eingeladen, um Abschied zu nehmen. Sein Landtagsmandat hat er niedergelegt, Donnerstag ist sein letzter Tag in Potsdam. Als Nachrücker steht Michael Koch aus Brieselang auf der Liste.

Gransees Bürgermeister Mario Gruschinske (SPD) verabschiedet sich von Henryk Wichmann mit einem Präsent. Quelle: Uwe Halling

Alles Gute für seine neue Aufgabe als Sozialdezernent in der Uckermark wünschten ihm unter anderem Kommunalpolitiker wie der stellvertretende Bürgermeister von Zehdenick Dirk Wendland, Vertreter von Vereinen und Superintendent Uwe Simon.

Abschied vom Landtagsabgeordnten Henryk Wichmann im Wahlkreisbüro Gransee. Quelle: Uwe Halling

„Vielen Dank für deine Menschlichkeit“, sagte Angelika Pasenau, die mit ihrem Mann an der Abschiedsfeier teilnahm. Sie würdigte vor allem sein Engagement für die Anerkennung von Wolfskindern als Kriegsopfer. „Du wirst gut in deinem Job, denn du liebst Menschen – nicht nur zwei Monate vor der Wahl“, sagte sie.

Seine „Menschenfreundlichkeit, Bodenständigkeit und die Art Politik zu machen“, schätzt der Granseer Bürgermeister Mario Gruschinske (SPD) an Henryk Wichmann. Die Anerkennung, die ihm zuteil wurde, sei überparteilich.

Der CDU-Landtagsabgeordnten Henryk Wichmann bleibt in der Politik, arbeitet aber künftig in der Verwaltung. Quelle: Uwe Halling

Es ist eine Mischung aus Stolz und Frust, mit der Henryk Wichmann Abschied nimmt. Oft genug habe er erlebt, dass „Abgeordnete zu wenig zu sagen haben“ und die Beamten sich ihre Gesetze selber schreiben. Als Oppositionspolitiker könne man nicht gestalten, sondern nur „Schlimmeres verhindern“.

Gern schaut er auf die Dinge zurück, die er erreicht hat. Zum Beispiel, dass die Polizeiwache in Gransee erhalten bleibt. Oder dass in Brandenburg künftig alle zwei Jahre Kulturorte benannt und gefördert werden sollen.

Erinnerung an die Zusammenarbeit mit dem Bürgerbusverein Gransee. Quelle: Uwe Halling

Aber nicht alles gelang. „Ich saß oft hier in diesem Büro mit Bürgern, die am Behördenwahnsinn fast verzweifelt sind“, so Henryk Wichmann. Manche der Anekdoten, die er Montagabend zum Besten gab, klangen amüsant – und unglaublich. Dass Behörden gegenseitig Entscheidungen blockieren und der Bürger das ausbaden muss, ist allerdings alles andere als lustig. Vor allem, dass niemand Geld dafür ausgeben will, damit Kindern die notwendige Unterstützung zuteil wird, kann Henryk Wichmann bis heute nicht verstehen.

„Man muss miteinander reden“

Er will es besser machen – als Sozialdezernent in der Uckermark. „Formlos, fristlos, fruchtlos“ – dieser Spruch, den er als Vorsitzender des Petitionsausschusses im Landtag wohl öfter gesagt hat, wird ihn dabei begleiten. „Ich habe versucht, so machtvoll wie möglich zu arbeiten“, so Wichmann. „Man muss miteinander reden, wenn man etwas erreichen will.“

„Du wirst uns fehlen“, sagte Andreas Hirtzel, Amtsverbandsvorsitzender der CDU in Gransee und drückte damit aus, was viele dachten. Sicher auch die beiden Wahlkreismitarbeiter, die sich nun eine neue Arbeit suchen müssen.

Von Martina Burghardt

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