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Ansiedlung mit Hindernissen

Fürstenberg: Metallverarbeitungsfirma will investieren Ansiedlung mit Hindernissen

Den ersten Kontakt gab es im Jahr 2014 – anderthalb Jahre später gibt es immer noch nichts Konkretes. Eine in Gründung befindliche Metallverarbeitungsfirma fühlt sich in Oberhavel kaum unterstützt. Vertreter der kritisierten Stadt und des Landkreises sehen das anders.

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Aus Altreifen werden die Drähte verarbeitet.

Quelle: MAZ

Fürstenberg. Die beabsichtigte Ansiedlung der in Gründung befindlichen Firma MGT Metallgranulierung Technologie GmbH in Fürstenberg geht nicht voran. Knapp 10 000 Quadratmeter Fläche möchte das Unternehmen im Gewerbegebiet Lychener Chaussee von der Stadt Fürstenberg/Havel kaufen und sich dort mit einem metallverarbeitenden Betrieb niederlassen. Der Draht aus Altreifen soll dort zu sogenanntem Strahlgries für umgewandelt werden. „Reifen werden in Fürstenberg gar nicht ankommen, nur die Drähte“, sagt Jost Wadephul, der dieses Vorhaben gemeinsam mit Projektentwickler Gerald Schmidt vorantreiben würde. Es sei kein chemischer, sondern ein rein mechanischer Vorgang, der unter rein ambienten Bedingungen durchgeführt wird. Es sollen mindestens 13 Arbeitsplätze im Dreischichtsystem geschaffen werden.

Seitdem die Unternehmer im Jahre 2014 ihr Vorhaben in Fürstenberg schriftlich äußerten, lief schon viel Wasser die Havel hinunter – und es kann noch mehr werden. Die im September 2015 beim Bauordnungsamt des Kreises gestellte Bauvoranfrage sei laut Gerald Schmidt bis heute nicht beschieden. „Normalerweise muss das in vier Wochen passieren.“ Und weiter: „Das Projekt schwebt über uns, ohne dass wir vorankommen. Wir sind eigentlich kurz davor, in Fürstenberg hinzuschmeißen. Wir wissen nicht, was wir noch machen sollen. Man lässt uns am ausgestreckten Arm verhungern“, so Gerald Schmidt. „Wir würden gern einen Bescheid bekommen, egal, ob positiv oder negativ. Nur einen Bescheid.“

Ein Bebaungsplan für die avisierte Fläche sei nicht beschlossen. In der vorigen Woche schilderten Schmidt und Wadephul den Bauausschussmitgliedern in Fürstenberg ihre Probleme. Nach der Runde stellten sie fest: „Die Unterstützung der Verwaltung ist nicht da.“

Der Fürstenberger Bürgermeister Robert Philipp weist den Vorwurf von sich: „Wir haben das Projekt von Anfang an begleitet, sorgten für die Munitions- und Altlastenfreiheit auf der Fläche.“ Auch sei die Verwaltung mit der Firma als Unterstützer bei Vize-Landrat Egmont Hamelow gewesen. Er sagt: „Grundsätzlich ist die Firma bei uns willkommen. Wir sind bereit für den Kaufvertrag.“

Der Landkreis hat am Montag noch einmal einen Brief an die Unternehmer geschickt. In dem werden sie aufgefordert, genauere Angaben zur Produktion zu machen (Was und wieviel wird produziert? Zu welchen Zeiten wird gearbeitet?). Beteiligt werden muss das Landesamt für Umwelt. Auch dem fehlten noch Unterlagen, wie Landkreis-Pressesprecherin Constanze Gatzke sagte. Zum Vorwurf der Vier-Wochen-Frist erläuterte sie, die gelte, wenn alle Unterlagen komplett seien. Wenn das Landesamt grünes Licht gebe, könne auch das Bauordnungsamt ja zum Projekt sagen.

Von Stefan Blumberg

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