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Gransee B-96-Umleitung wird ignoriert – Verkehrschaos
Lokales Oberhavel Gransee B-96-Umleitung wird ignoriert – Verkehrschaos
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09:32 29.05.2016
Das Fürstenberger Nadelöhr ist jetzt Baustelle. Quelle: Helmut Vielitz
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Fürstenberg

Es war zu erwarten, dass die in Fürstenberg laufenden Baumaßnahmen an der innerörtlichen Bundesstraße 96 erneut für viel Wirbel in der Stadtverordnetenversammlung sorgen würden. In den vergangenen Tagen hatte es Kritik von Einwohnern gehagelt; unter anderem zum „verspäteten“ Baubeginn an der Brücke über den Mühlengraben. Avisiert war die Sperrung für Mittwoch, richtig los ging es aber erst am Donnerstag. Seitdem ist das Nadelöhr in der Innenstadt komplett für den Autoverkehr gesperrt.

Zusätzlichen Ärger gab es im Bereich Marktplatz, in der Bahnhof- und der Havelstraße vor allem am Dienstag und Mittwoch wegen immer wieder umherirrender, zum Teil schwer beladener Lkw. Die Mitarbeiter der Firma Kutter, allen voran die Besatzung der großen Fräse, blieben bei allem Chaos gelassen. „Die Arbeiter sind fleißig und machen eine tollen Job“, lobte der Fürstenberger Jochen Kühn. Einige Abgeordnete empörten sich darüber, dass die langfristig ausgewiesene offizielle Umleitungsstrecke von Pkw- und Lkw-Fahrern zunehmend ignoriert wird.

In den vergangenen Tagen haben zum Ärger der Einwohner die Verkehrsströme durch etliche Ortsteile spürbar zugenommen. „Und an Tempo 30, wie bei uns mit Schildern ausgewiesen, hält sich sowieso kaum einer“, so Alttymens Ortsvorsteher und Stadtverordneter Manfred Saborowski (Die Linke).

Auslöser für das sprunghaft erhöhte Fahrzeugaufkommen durch den Ort sei unter anderem eine auf Mecklenburger Seite verbreitete Meldung zur Streckenführung um Fürstenberg gewesen. Autofahrern sei die Fahrt über Dabelow, Altthymen, Himmelpfort, Bredereiche und Dannenwalde (und umgekehrt) als „alternative Umleitung“ empfohlen worden. Diese Nachricht hatte sich über den Kurznachrichtendienste rasch verbreitet.

„Es gibt keine alternative Umleitung, sondern nur eine offizielle – und die ist ausgewiesen“, betonte Saborowski und forderte ein schnelles „Ende dieses Wahnsinns“. Zudem übte er erneut scharfe Kritik an den Verantwortlichen beim Landesbetrieb für Straßenwesen, die eine sechswöchige Straßensperrung in Fürstenberg mit den eben solange andauernden Bauarbeiten an der Brücke über den Mühlengraben begründet hatten. „Diese Informationen waren falsch“, so Saborowski.

Laut dem Himmelpforter Einwohner und Stadtverordneten Tilmann Kunowski (Grüne/Bündnis 90) fahren täglich Autos mit Tempo 60  durch den staatlich anerkannten Erholungsort. Die Polizei kontrolliere hier nicht. Ortsvorsteher und Stadtverordneter Lothar Kliesch (SPD) forderte, dass in Himmelpfort endlich ein Schild mit dem Hinweis „Keine Wendemöglichkeit für Lkw“ aufgestellt wird. Mit eigenen Augen habe er gesehen, dass Lkw bis vor die Schleusenbrücke fahren, die Fahrer kurz aussteigen und dann rüberfahren. „Wenden kann ein Lkw in Himmelpfort nicht und die Tonnage ist den Fahrern egal“, so Kliesch.

Von den Verantwortlichen ignoriert wurden bislang Forderungen der Stadtverordneten und des Blumenower Ortsbürgermeisters Eberhard Otto zum Aufstellen von Schildern, die das Durchfahren der Ortschaften von Lkw mit einer Tonnage-Obergrenze regeln. Die Verwaltung ist beauftragt worden, intensiv nachzuhaken und das einzufordern. Für die Schleusenbrücke in Himmelpfort war der Stadt laut Fürstenbergs stellevertretender Bürgermeisterin Carola Hoheisel eine solche Genehmigung verwehrt worden.

Von Helmut Vielitz

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