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Keine Flaute auf dem Boots-Bau

Fürstenberger Werft Keine Flaute auf dem Boots-Bau

Die Fürstenberger Traditionswerft Stapel kann sich über die Auftragslage nicht beklagen. Vier Boote stehen derzeit in der Betriebshalle und werden generalüberholt. Schnell, sagt der Chef Gernot Maryniak, geht bei uns gar nichts.

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Gernot Maryniak arbeitet an einem Kajütboot.

Quelle: Helmut Vielitz

Fürstenberg. Von einer Flaute ist auf der Bootswerft Stapel keine Rede. Die Auftragslage im Fürstenberger Handwerksbetrieb ist gut – und das unabhängig von der Wetterlage. Das bestätigte Chef Gernot Maryniak, der mit seinen beiden Mitarbeitern derzeit gut zu tun hat.

Die Bootswerft Stapel ist ein Unternehmen mit mehr als 100-jähriger Handwerkstradition. Seit dem Jahr 1909 werden auf dem Gelände an der Fürstenberger Schleuse Boote gebaut und repariert. Hermann Stapel hatte die Firma einst gegründet und im Jahr 1927 seinen Bootsbau-Meister gemacht. Seit den 1920er Jahren entstanden hier Stahl- und Kajütboote. Damals lieferte eine Partnerfirma die Ausbauschalen und Stapel baute sie zu schmucken Yachten aus. 1965 übernahm Sohn Gerhard die Werft von seinem Vater, ehe er vor 14 Jahren den Staffelstab an Gernot Maryniak weiterreichte. Der 46-Jährige hat bei Gerhard Stapel von der Pike auf Bootsbauer gelernt und ist seit fast 30 Jahren im Unternehmen tätig.

Der Neubau von Booten war auf der Bootswerft Stapel spätestens seit der Wende vorbei. Seither dreht sich hier alles um Neuaufbauten und Restaurationsarbeiten. Als Mitarbeiter sind Uwe Volkmann und Dirk Cornelius bei Gernot Maryniak angestellt. Zudem hilft Schlossermeister Uwe Glaser, der seit geraumer Zeit in Rente ist, immer noch gern in der Werkstatt mit. Als Bootsbauer müsse man laut Maryniak neben oftmals schwerer körperlicher Arbeit vor allem handwerkliches Geschick aufbringen. Vier Boote unterschiedlicher Größe liegen derzeit in der rund 300 Quadratmeter großen und damit voll belegten Werfthalle. Das sei laut Inhaber keine Ausnahme und bislang habe er keine „Auftragsflaute“ erlebt. Sein Unternehmen genieße bei Bootsbesitzern aus ganz Deutschland einen guten Ruf. Drei der derzeit auf der Werft befindlichen Boote sollen generalüberholt und eines komplett neu aufgebaut werden. Der Firmenchef arbeitet an einem Motorkajütboot Typ „Senior“, das der Kunde eigentlich nur überarbeiten lassen wollte: „Nun wird der Bootskörper aus Stahl komplett neu aufgebaut“, so Maryniak. Dazu gehören beispielweise das Deck und die Kajüte, zudem soll ein neuer Motor eingebaut werden. Zu den Kundenwünschen beim Innenausbau gehört schon mal der Einbau von ausziehbaren Sitzbänken aus Holz und so manch ein Bootskörper ist auch schon verlängert worden. Eine Bootsüberholung nimmt durchschnittlich fünf bis sechs Wochen in Anspruch – „auf die Schnelle passiert bei uns gar nichts“, sagt der Firmenchef.

Von Helmut Vielitz

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