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Das 22. Waldfest Magnet für Besucher

Menz Das 22. Waldfest Magnet für Besucher

Die Menzer hatten diesmal starke Konkurrenz – allem voran die 800-Jahr-Feier von Zehdenick. Trotzdem wurde der Aufwand belohnt, viele Gäste kamen (auch wenn nicht alle den geringen Eintritt bezahlten).

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Frischer geht’s nicht: Backwaren direkt aus dem Ofen.

Quelle: FOTOS: STEFAN BLUMBERG

Menz. Ohne schwere Niederschläge geht derzeit wohl kein Fest über die Bühne. Spülte Petrus vor einer Woche in Nassenheide den Festumzug weg, so ärgerte er am Sonnabend die Menzer bei ihrem 22. Waldfest. „Das Unwetter kommt eine Stunde zu früh“, stöhnte Mitorganisator Hans-Jürgen Bartel, als gegen 15 Uhr die Schleusen von oben geöffnet wurden. Die Regengüsse verwandelte den Friedensplatz in eine Pfützenlandschaft. Hunderte Gäste suchten sich überall dort ein Plätzchen, wo es nicht ganz so nass war, drängten sich unter Zelten dicht an dicht.

Fünf Stunden lang waren es ideale Bedingungen für die Händler, Handwerker, Gäste und Gastgeber. Das traditionelle Handwerk, ein großes Kinder- und Familienprogramm und die heimischen Spezialitäten – damit setzten die Organisatoren auf einen bewährten Dreiklang. Einer von den Handwerkern ist Olaf Hannemann. Der Schmied aus Oranienburg ist das fünfte Mal dabei: „Weil es hier so schön ruhig ist. Ohne laute Musik. Und der Korbflechter ist auch nett“, sagt der 48-Jährige mit einem Augenzwinkern über seinen Dauernachbarn. Er findet es gut, dass das Fest auch den Charme eines Handwerkermarktes hat. Dass er sich von dem Tag in Menz eine Belebung seines Geschäftes erhofft, verneint er zwar nicht, „aber da kommt nicht viel, außer vielleicht ein paar Kontakte“. Und der Aufwand für das Wenige, was er verkauft, würde sich eigentlich nicht lohnen. „Mir macht das einfach Spaß. Ich soll und will hier ein wenig von der Arbeit eines Schmiedes zeigen.“ Fabian Hessel aus Berlin bekam fix eine Schürze um und durfte beim Schmieden eines kleinen Hufeisens aus Rundstahl helfen, das er anschließend mit nach Hause nahm. Schon einige Jahre Fan von Olaf Hannemann ist Jonas Schlaak aus Menz. Der Junge ist ständig in der Nähe des Oranienburgers, stochert im Feuer herum. Dass er den Beruf mal erlernt? „Das könnte ich mir vorstellen. Irgendwas Handwerkliches.“ Dem Drechsler nebenan fiel Jonas’ Geschick bei der Arbeit mit dem Holz auch schon auf.

Ebenfalls mitmachen konnten Kinder zum Beispiel am Stand der Kindertagesstätte Henriettes Schneckenhäuschen aus Menz oder bei der Wildkräuterpädagogik, angeboten von Nicole Böhme (Schönermark) und Manuela Röhken (Kraatz). „Wir machen hier zum Beispiel Straßenmalkreidestifte aus Pflanzen“, sagt Nicole Böhme. Dazu werden unter anderem schwarze Johannisbeeren, Mohn oder Rosenblüten verwendet. „Es kam, glaube ich, ganz gut an. Die Leute sind überrascht, wie viel man mit diesen Zutaten machen kann.“ Am nächsten Wochenende sind die beiden Frauen auch beim Ritterfest in Zernikow dabei. Dort wird das Thema Essen am Feuer sein.

Malen, bauen, basteln, raten, gewinnen, gestalten, Ponyreiten, kaufen, reden, gucken (von der Drehleiter der Feuerwehr) – das Waldfest bietet ein Rund-um-Programm für Gäste. „Wir hatten mehr Stände als sonst. Was die Gäste angeht, sind es vom Gefühl etwas weniger gewesen“, sagt Karin Schlösser, die gemeinsam mit Susanne Bartel die organisatorischen Fäden in den Händen hielt. Beide kommen vom Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Gemeinsam mit dem Landesbetrieb Forst, der Gemeinde Stechlin (Ortsteil Menz) und dem Förderverein Naturlandschaft Stechlin und Menzer Heide wurde die 22. Auflage gewuppt.

Ein fester Bestandteil war der IronMenz. „Wir hatten mehr Teilnehmer als im Vorjahr“, sagte Organisator Jörg R. Brinkmann. Alle Starter seien verletzungsfrei durchs Ziel gekommen. Pech hatte einer der großen Favoriten, Dietmar Korinth. Ihm platzte auf der Radstrecke der Reifen. Dank vieler Unterstützer konnten attraktive Preise ausgegeben werden. Jüngster Teilnehmer war Valentin Wentzel (9, 39:12:00 min), ältester Klaus Bresemann (67, 35:02,00 min).

Von Stefan Blumberg

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