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Das Kloster weiter als Kulturzentrum im Auge

Gransee: Langfristige Planungen mit dem Entwicklungskonzept Das Kloster weiter als Kulturzentrum im Auge

Das „Insek“ ist an sich eine sehr theoretische Sache. Doch die Granseer haben den Maßnahmeplan des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts“ für das Mittelzentrum Fürstenberg-Gransee-Zehdenick mit klaren Vorstellungen und Wünschen behandelt.

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Gäste des Ausschusses.

Quelle: FOTO: Stefan Blumberg

Gransee. Für die einen ist es ein rotes Tuch, für die anderen die Bibel für die Stadtentwicklung schlechthin: das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für Fürstenberg/Havel, Gransee und Zehdenick. Die Stadtverordneten von Fürstenberg und Zehdenick haben sich bereits durch das Paket gekämpft und es abgesegnet. Die Granseer sind gerade intensiv dabei, sich mit ihrer Version – 142 Seiten stark – zu befassen, um möglichst noch in diesem Jahr das Werk abzusegnen. Stadtmarketing, Wohnen, Einzelhandel, Wirtschaft/Beschäftigung, Landschaft/Naherholung/Stadtregion, gesundheitliche Versorgung, Sport, Kultur, Bildung/Ausbildung, Tourismus, Verkehr, Stadttechnik/Umweltbelastung sind die großen Themen in dem sogenannten Maßnahmeplan, die seit der ersten Auflage vor sechs Jahren überarbeitet und aktualisiert wurden. „Alles hängt mit allem zusammen“, brachte es Thomas Nagel vom Büro für Städtebau (Spath und Nagel) am Mittwochabend auf den Punkt. In drei Stunden stellte er das Konzept 2015 vor und holte sich Anregungen von den etwa 25 Gästen.

Vieldiskutiert wurde das Thema Kultur. Als größte Anstrengung für die Stadt in dem Bereich sieht Thomas Nagel den Ausbau des Klosters für einen Kultur- und Veranstaltungsort. Als wichtig erachtet er für die drei Städte die Entwicklung eines Kulturmanagements. Neue Standorte sollten für die Bibliothek und das Stadtarchiv gefunden werden. „Die Formulierung zum Kulturmanagement ist mir zu schwammig“, sagte der ehrenamtliche Granseer Bürgermeister Mario Gruschinske. „Das ist eine hochprofessionelle Sache. Wir bräuchten eine Vollzeitstelle für alle drei Städte. Man könnte sie der Regio Nord zuordnen. Ohne eine feste Stelle kommen wir in Sachen Kultur nicht voran.“ Marc Berger, Sachkundiger Einwohner des Kulturausschusses der Stadt, ging sogar noch weiter: „Eine Stelle für alle drei Städte ist zu wenig.“ Kritisch betrachtet er die Idee, das Kloster zum Kulturzentrum zu machen. „Wir haben das Begegnungshaus und den Bahnhof, wo kulturelle Veranstaltungen stattfinden.“ Die Orte würden eine Konkurrenz zum Kloster bilden. Mario Gruschinske: „Man kann und muss Kultur nicht ’planwirtschaftlich’ organisieren. Kultur funktioniert auch an mehreren Standorten, auch mal mit wenigen Gästen.“ Der Wunsch nach einem Bürgersaal und nach einem kulturellen Standort, der ganzjährig nutzbar ist, wurde laut. Die Dreifeldhalle stünde sporadisch zur Verfügung, aber wäre nicht die Erfüllung.

In Sachen Bildung und Ausbildung stehe Gransee, so Thomas Nagel, gut da. Mit Kindertagesstätten und Schulen sei die Stadt gut ausgestattet. Schulische Angebote des dualen Systems aus betrieblicher und begleitender schulischer Ausbildung sind, so steht es im Konzept, in Gransee nicht vertreten. In absehbarer Zeit werde es kaum um weitere strukturelle Änderungen oder die Aufgabe von Einrichtungen gehen, sondern vielmehr um eine qualitative Weiterentwicklung des Betreuungs- und Bildungsangebots. Das gilt auch für die Erwachsenenbildung. Nagel: „Das lebenslange Lernen muss gefördert werden.“

Von Stefan Blumberg

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