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Das Urgestein der Bürgerbusbewegung

Dannenwalde Das Urgestein der Bürgerbusbewegung

Rüdiger Ungewiß hat den Bürgerbus nach Gransee gebracht. Für sein Engagement in Sachen Mobilität und für seine vielen anderen Ehrenämter wurde er von der Staatskanzlei ausgezeichnet – als Ehrenamtler des Monats.

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Rüdiger Ungewiß erhält die Auszeichnung von Staatssekretär Thomas Kralinski (M.). Amtsdirektor Frank Stege (l.) gratuliert.

Quelle: Foto: Uwe Halling

Gransee. Mit Rüdiger Ungewiß wurde in Gransee das Urgestein des ersten ostdeutschen Bürgerbusses als Brandenburger Ehrenamtler des Monats ausgezeichnet. Der von Ungewiß 2004 mitbegründete Verein ist Vorreiter und Vorbild für viele andere Mobilitätsprojekte im Land geworden. „In zahlreichen Regionen sind heute Bürgerbusse unterwegs und fahren entlegene Dörfer an, die von den kommunalen Verkehrsgesellschaften aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr bedient werden. Es sind ehrenamtlich engagierte Menschen wie Sie, die dafür sorgen, dass die Menschen trotzdem zur Behörde oder zum Wochenmarkt in die nächstgrößere Stadt gelangen“, würdigte Staatssekretär Thomas Kralinski bei der Auszeichnungsveranstaltung im Amtssaal.
Vor 13 Jahren gründete der heute 68-Jährige gemeinsam mit Mitstreitern den „Bürgerbusverein Gransee“ und war ein Jahrzehnt lang dessen Vorsitzender. Seit der Gründung hatte der Verein mehr als 70 Mitglieder und fast 60 Fahrer. „Auf meiner Kaffeetasse steht: Busfahrer transportieren das Wichtigste auf der Welt. Und so ist es. Wir fahren auf unserer Linie keine Mehlsäcke und keine Kartoffeln, sondern Einwohner dieser Region“, betonte der Ehrenamtliche. Er nehme die Ehrung als Auszeichnung für den gesamten Verein. „Einer alleine geht nicht“, so Ungewiß. Es sei wichtig, dass sich Menschen engagieren, damit sich die Rädchen weiter drehen. Ungewiß lebt das selbst vor: er engagiert sich neben dem Bürgerbus in der Ortsgruppe der Volkssolidarität, im Märkischen Sozialverein sowie im Verein Umweltbahnhof Dannenwalde. Und ist Ortsvorsteher seines Heimatdorfes.

Die Auszeichnung ist der Granseer Stadtverordneten Ines Engelke zu verdanken. Sie hat einen Brief an die Staatskanzlei geschrieben und Rüdiger Ungewiß vorgeschlagen. „Ich habe Hochachtung vor dem, was er und die anderen Bürgerbusfahrer machen. Das ist ja nicht irgendein Hobby. Das ist echte Dienstleistung.“ Zudem sei Rüdiger Ungewiß einer, der so viele Ehrenämter ausfülle, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. „Da spürt man überhaupt keinen Eigensinn. Der Bürgerbus ist sein Lebenswerk. Und diesen Job macht er richtig gut“, sagte Engelke. Der Bürgerbusverein befördert 4000 Fahrgäste im Jahr und legt rund 50 000 Kilometer zurück.

Von Cindy Lüderitz

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