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Die Türen sind weit geöffnet

Solarpark in der Kiesgrube Die Türen sind weit geöffnet

Im dritten Anlauf soll es klappen: ein Hamburger Investor will in der Kiesgrube Großwoltersdorf einen Solarpark errichten. Die Gemeinde steht den Plänen offen gegenüber.

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Mondlandschaft: In der alten Kiesgrube könnten bald Solarmodule stehen.

Quelle: Uwe Halling

Großwoltersdorf. „So weit waren wir noch nie!“ Das sagt der ehrenamtliche Bürgermeister von Großwoltersdorf, Ingo Utesch. Er meint den geplanten Solarpark in der Kiesgrube in Großwoltersdorf. Das international operierende Unternehmen Enerparc aus Hamburg ist daran interessiert, dort einen Solarpark zu errichten. Absicht der Hamburger – sie hatten der Amtsverwaltung ihre Pläne offeriert – ist, den Park in mehreren Schritten zu errichten. „Wir sind inzwischen so weit, dass zwei Vertragsentwürfe vorliegen“, so Ingo Utesch; der städtebauliche Vertrag soll die Erschließung, die Nivellierung und die Einzäunung des Geländes sowie den Rückbau des Solarparks regeln, außerdem geht es um die Kostenübernahme. „Beide Entwürfe werden derzeit geprüft.“ Auf einer der nächsten beiden Gemeindevertretersitzungen, so Ingo Utesch, solle der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan von den Gemeindevertretern abgesegnet werden. Ziel ist es, in Abhängigkeit vom Ergebnis der Bürger- und Behördenbeteiligung, das Bebauungsplanverfahren in diesem Jahr zum Abschluss zu bringen beziehungsweise das Verfahren soweit voranzutreiben, dass zeitnah eine Baugenehmigung erteilt werden kann.

Die Gemeinde versucht seit langem, die mehr als zehn Jahren verlassene Kiesgrube – sie wurde seinerzeit von der Germendorfer Firma Konkel betrieben – zu renaturieren. Vor etwa vier Jahren hatten schon einmal zwei Interessenten ihre Absicht erklärt, auf dem Gelände einen Solarpark zu errichten. „Aber das hat sich zerschlagen. Ist vielleicht auch ganz gut so“, sagt der Bürgermeister. Er freut sich, weil jetzt eine namhafte Firma im Spiel sei. Die habe sich bereits intensiv nach Einspeisungsmöglichkeiten für den zu produzierenden Strom erkundigt. Rheinsberg komme in Frage, aber auch das neue Umspannwerk bei Badingen hätten die Hamburger auf dem Schirm.

So groß, wie die Fläche ursprünglich geplant war (50 Hektar), wird der geplante Park nicht. Jetzt geht es um circa 15 Hektar. Es bestehe aber die Option – auch für andere Unternehmen – auf dem Areal zu investieren, um den Park zu vergrößern.

Der Gemeinde kommen die Solarparkpläne entgegen, da das Territorium dann wieder genutzt wird. Jetzt gilt es maximal als illegale Moto-Crossstrecke. „Wir von der Gemeinde werden dieses Projekt unterstützen“, betont Utesch. Zuletzt hatte es im Oberhavel-Norden mehrere Anfragen verschiedener Unternehmen zur Errichtung von Solarparks gegeben. In Zehdenick war ein ähnliches Unterfangen abgelehnt worden.

Von Stefan Blumberg

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