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Dorffest mit Storchenvortrag

Glambeck Dorffest mit Storchenvortrag

Am Ende wurden mehr Besucher gezählt, als Glambeck überhaupt Einwohner hat. Mehr als 200 Gäste fanden sich an der Kirche ein, in Glambeck leben derzeit etwas mehr als 120 Einwohner. Hopseburg, Forellenessen, Bratwurst, Musik von zwei Chören, Vortrag über Störche und Töne einer Bläsergruppe – der Veranstalter scheute keine Kosten und Mühen.

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Uwe Rothermund sprach in der Kirche.

















































































Quelle: STEFAN BLUMBERG

Glambeck. Der befürchtete riesige Ansturm auf das Kirchen- und Dorffest in Glambeck blieb aus. Die Organisatoren hatten nicht einschätzen können, inwiefern der „verrückte Storch von Glambeck“ Neugierige in das kleine Dorf lockt. Um das Thema des Jahres zu bedienen, wurde mit dem Falkenthaler Uwe Rothermund ein Storchkenner engagiert, der mit den etwa 40 Zuhörern in die Welt der Langbeiner eintauchte. Er selbst findet das Verhalten des „Terrorstorches“ (er hackte auf Autos herum, pickte gegen Fensterscheiben, ging in Häuser), wie er von einigen Gazetten betitelt wurde, nicht als extrem abnorm. „Solche Störche gibt es immer wieder. Es ist wie bei den Menschen. Auch hier verhalten sich manche anderes als andere“, sagte er. Bei Störchen sei es immer wieder so, dass der Stärkere gewinne und einen anderen aus dem Nest stoße.

Adebar fliegt 12 000 Kilometer – und zurück

Uwe Rothermund fütterte seine Gäste in der Glambecker Kirche mit Zahlen: 1,02 Meter groß werde der Storch, er habe eine Flügelspanne bis zu 1,65 Meter (Seeadler bis 2,50 m), in Europa leben 220 000 Brutpaare, in Deutschland 4440, in Brandenburg 1425. Die Brutdauer betrage 32 Tage, nach 25 Tagen gucken die Jungen über den Nestrand. Der Weg bis zum Winterquartier nach Afrika: 12 000 Kilometer.

„Ich fand den Vortrag sehr aufschlussreich. Zum Beispiel auch den Hinweis, dass durch die großen landwirtschaftlichen Maschinen viel vom Lebensraum der Störche kaputt gemacht wird“, sagte Heinz Löchel aus Zehdenick. „Ich wusste nicht, dass die sogenannten Vagabunden auf den Feldern erst einmal gucken, ob genug Futter da ist“, so Renate Eichstädt, ebenfalls aus Zehdenick. Extra aus Neulöwenberg kam Christa Lewin zu dem Vortrag. „Meine Erwartungen wurden erfüllt. Neu war für mich zum Beispiel, dass der Milan größer ist als der Storch.“

Jetzt heißt der „verrückte Storch von Glambeck“ Ronny

Ortsvorsteherin Hilde Peltzer-Blase registrierte, dass der „verrückte Storch“ – er erhielt inzwischen den Namen Ronny – seine Marotten noch nicht abgelegt habe. „Das wird er auch nicht tun.“

Die Glambecker hatten am Sonnabend noch viel mehr zu bieten. Die mehr als 200 Gäste erlebten unter anderem Musik der Männerchöre aus Teschendorf und Löwenberg sowie Blasmusik aus Gransee. Der Grüneberger Chor kam nicht.

Der Löwenberger Männerchor bildete den musikalischen Schlusspunkt des Glambecker Kirchen- und Dorffestes

Der Löwenberger Männerchor bildete den musikalischen Schlusspunkt des Glambecker Kirchen- und Dorffestes.

Quelle: Stefan Blumberg

Von Stefan Blumberg

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