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Echte Goldstücke und eine Fälschung

Sammlerbörse in Zehdenick Echte Goldstücke und eine Fälschung

Lange haben die Münzsammler in Zehdenick gerätselt, ob es aus Anlass der 800-Jahrfeier eine Gedenk-Münze geben wird. Zumindest wird es einen Jubiläums-Taler geben, den Besucher des großen Festwochenendes im Juni prägen lassen können.

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Kompletter Bausatz: Manfred Trampisch mit einem Teil seiner Sammlung.

Quelle: Uwe Halling

Zehdenick. Nicht alles, was glänzt, ist auch wertvoll: einer offensichtlichen Fälschung sind die Münzsammler in Zehdenick am Sonnabend auf die Schliche gekommen. Ein Besucher der 65. Fachbörse wollte ein Erbstück, vom dem er dachte, es sei mindestens 75 Jahre alt und von einem gewissen Wert, schätzen lassen. Chronist Ulrich Drewin musste den Mann jedoch enttäuschen. Er enttarnte das „Blech“ als Kopie mit angeklebter Öse.

So blieben die ganz großen Geschäfte am Sonnabend aus. Ulrich Drewin war trotzdem glücklich. Er bekam neue historische Postkarten von den Briefmarkensammlern aus Gransee, die erstmals bei der Börse in Zehdenick mit dabei waren. Auf sieben Mitglieder ist der 1968 gegründete Sammlerbund inzwischen zusammengeschrumpft. Die Jugend, sagt Sprecher Wolfgang Gerhardt, habe andere Interessen. Zudem könnten Sammler heute bequem über das Internet tauschen und ordern, die Arbeit und der Austausch in der Gruppe seien sicht mehr so entscheidend wie früher. „Zu DDR-Zeiten gab es Münzen nur auf Zuteilung. Man musste etwas dafür tun, etwa Vorträge halten“, sagt Gerhardt.

Lange rätselten die Sammler, ob es aus Anlass der 800-Jahrfeier in Zehdenick eine Sonder-Prägung geben wird. Nun ist das Geheimnis um eine mögliche Gedenkmünze gelüftet. Laut Gerhardt können sich Besucher am Festwochenende im Juni einen Jubiläums-Taler prägen lassen. Das habe ihm der Bürgermeister zugesichert. Wie die Vorlage aussieht, ist noch unklar.

Für Manfred Trampisch sind die Münzen ein Wertanlage und besser als Aktien, auch wenn es angesichts der Turbulenzen in China und des schwankenden Euro-Kurses derzeit „wenig zu holen gibt“. Sammler müssten eben Geduld haben – es kämen auch wieder bessere Zeiten. Die aktuellen Gold- und Silberpreise hatte Wolfgang Gerhardt am Sonnabend zur Hand: 14,10 Euro pro Unze Silber und 1109,30 Euro pro Unze Gold. Zur Ausrüstung gehört neben der Lupe auch eine Feinwaage, mit der jedes Goldstück genau abgewogen wird. Der Vorsitzende des Sammlerkreises hält derzeit seine Luther-Münzen zusammen, die im nächsten Jahr gefragt sein könnten, wenn auf 500 Jahre Reformation zurückgeblickt wird. Womöglich auch ein Thema für die Herbstbörse in Zehdenick.

Von Cindy Lüderitz

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