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Ein Bild für Leegebruch

Zehdenick Ein Bild für Leegebruch

Die Zehdenickerin Eileen Feyer beteiligt sich mit ihrer Kunst an einer Hilfsaktion für die vom Jahrhundertregen gebeutelte Gemeinde Leegebruch. Sie zeichnet ein Bild mit Wunschmotiv, das bei einer Versteigerung meistbietend verkauft werden soll.

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In jeder freien Minute zeichnet Eileen Feyer. Die junge Zehdenickerin hat ein Faible für Menschen und Gesichter.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. Mindesten zwei Stunden am Tag zeichnet Eileen Feyer an ihrem Wohnzimmertisch – meistens, wenn ihre Kinder in der Schule oder im Bett sind. „Ich brauche das als Ausgleich“, sagt die Alleinerziehende. Ihre Galerie ist Facebook. Dort zeigt sie neue Kunstwerke und freut sich über das Feedback von Freunden und virtuellen Besuchern. Und sie ist stolz, wenn sie unter eines ihrer Werke „verkauft“ schreiben kann. Etwa unter die tanzenden Ballettschuhe, ein Stillleben in schwarz-weiß, das andere auch gerne gehabt hätten.

Über das Online-Schaufenster ist jetzt auch eine Initiative auf sie aufmerksam geworden, die mit einer Hilfsaktion die vom Jahrhundertregen gebeutelte Gemeinde Leegebruch unterstützen möchte. Eileen Feyer wurde gefragt, ob sie ein Bild anfertigen könnte, dass bei einem Sommerfest zugunsten der Aktion versteigert werden soll. Als Motiv haben sich die Leegebruch-Freunde das älteste Gebäude gewünscht. Daran arbeitet die Zehdenickerin derzeit. Die ersten Striche liegen auf dem Papier.

Die ersten Striche für das Leegbeurch-Bild liegen auf dem Papier

Die ersten Striche für das Leegbeurch-Bild liegen auf dem Papier.

Quelle: Privat

Bis ein Bild fertig ist, vergehen schon mal 20 Stunden. „Allein das Skizzieren braucht seine Zeit“, sagt Eileen Feyer. Sie arbeitet meistens mit einem Raster, um Vorlagen so original getreu wie möglich abzubilden. Weil die Proportionen stimmen müssen, kommt vor der Kunst die Mathematik. „Das habe ich mir selbst beigebracht, es soll ja exakt sein“, erklärt die 33-Jährige, die in ihrer Handwerkstasche für jedes Licht und jede Linie den passenden Stift hat. Was die Zeichenkunst ausmacht, sind die Schatten und die Tiefen. Sie erzeugen die Dimensionen. Eileen Feyer hat eine Vorliebe für Porträts von Menschen, die sie kennt oder interessant findet. Sie hat auch versucht, Tiere zu zeichnen. „Aber manche haben einfach zu viel Fell“, sagt sie. Zwischendurch erfüllt sie individuelle Wünsche. Erst kürzlich bestellte Jemand ein Bild von seinem Motorrads. „Das war knifflig, weil es so viele Details gab“, sagt die 33-Jährige. Ihr Talent blieb lange unbemerkt, obwohl sie schon in der Schule gut und gerne gemalt habe. Umso mehr freut sie sich jetzt, die Hilfsaktion für Leegebruch unterstützen zu können. Die Bilder vom Hochwasser und die Geschichten der davon betroffenen Menschen haben sie berührt. Und wie wichtig Hilfe ist, weiß Eileen Feyer aus eigener Erfahrung. Sie zieht allein vier Kinder groß.

Von Cindy Lüderitz

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