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Gransee Ein Querschnitt in zwei Stunden
Lokales Oberhavel Gransee Ein Querschnitt in zwei Stunden
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02:37 13.01.2019
Die Mädchen der Linedance-AG der Werner-von-Siemens-Schule mit Lehrer Peter Krogmann. Quelle: Uwe Halling
Gransee

Noch gehen sie in die Theodor-Fontane-Schule Menz. Noch einige Monate. Dann steht der Schulwechsel an. Lilly und Louis Waligora aus Rauschendorf schauten sich am Sonnabend die Werner-von-Siemens-Schule in Gransee an. „Hier wollen wir hin“, sagt der elfjährige Louis. Er freut sich schon auf Physik und Chemie, auch Sport macht ihm Spaß. Fußball hat er mal gespielt. Karate ist ihm – wie auch seiner Schwester – vertraut. Den Werkraum, so Louis, und den „Soundraum“ hätten sie sich angesehen (die anderen Angebote aber auch). Da der Papa Musik macht, können die beiden mit dem Soundraum auch etwas anfangen.

Werner-von-Siemens-Oberschule Gransee präsentierte sich

Familie Waligora war am Sonnabend eine von vielen, die sich die Oberschule angesehen haben. In den nächsten Wochen müssen sich Schülerinnen und Schüler (gemeinsam mit ihren Eltern) entscheiden, in welcher Schule sie ab der 7. Klasse unterrichtet werden wollen. Lehrer und Schüler versuchten, das Bild der Schule innerhalb von zwei Stunden wiederzugeben. Für Aufmerksamkeit sorgte zum Beispiel die Linedance-AG; weil die Musik gut zu hören und die Mädchen nicht zu übersehen waren. „Einfache Schritte lernen wir hier, auch Kombinationen“, sagt Lehrer Peter Krogmann. „Ziel ist es, koordinierte Bewegungen ausüben zu können.“ Momentan tanzen acht Mädchen mit. Lehrerin Gudrun Appel betreute gemeinsam mit zirka 15 Schülerinnen und Schüler die „Sprachabteilung“ (Englisch und Französisch). Lehrwerke (sie sind an die der Grundschule angelehnt), Projekte (Fahrten nach Frankreich und Großbritannien) oder die interaktive Tafel wurden vorgestellt. „Der Zuspruch war sehr gut“, so Gudrun Appel. Für das Quiz musste Fragebögen sogar nach nachgedruckt werden. Erik Nolting aus der Klasse 7 b war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde, beantwortet Fragen. Die 14-jährige Alena Brennicke aus der Klasse 9 b half mit beim Betreuen der Besucher. Sie wirbt für ihre Schule so: „Wir haben hier sehr viele Angebote – im Unterricht, aber auch in den Arbeitsgemeinschaften. Ich finde das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern hier sehr okay. Die Lehrer kümmern sich. Es macht Spaß, hier in die Schule zu gehen.“

Wenn Geldscheine brennen

Schon mal einen Vorgeschmack auf die Zeit nach der Grundschule holte sich Henri Giesing aus Menz. Allerdings hat er noch ein Jahr Zeit. Der Fünftklässler sagt, dass er gern experimentiere. Nicht umsonst hielt er sich im Chemieraum auf. Unter Anleitung von Lehrer Steffen Lau wurde unter anderem der Ph-Wert mit Hilfe von Rotkohlsaft bestimmt. Lea Gohs zeigte, wie man in einer Wasser-Spiritus-Lösung einen Geldschein anzündet – ohne das der Geldschein verbrennt.

Noch tritt die Singegruppe der Schule unter dem Namen Singegruppe auf. Musiklehrer Clemens Fülle-Bormeister aber kündigt an, dass ein Namenswechsel angestrebt wird. Künftig soll sie „Wernis Vocals“ heißen – in Anlehnung an Wernis beste Seiten, der Schülerzeitung. Die Zehntklässler sammelten bei einer Tombola mit 600 Preise (jedes Los gewann) Geld für den Abschlussball.

„Schwierige Entscheidung“

Eröffnet wurd am Sonnabend auch eine Ausstellung über das Granseer Handwerk und Gewerbe, denen die Schule den Kalender 2019 gewidmet hatte. Einige Unternehmer waren zugegen, darunter mit Felix Ribbe auch ein einstiger Siemensschüler, der in siebter Generation in der örtlichen Fleischerei arbeitet. Schulleiter Reinhard Witzlau freute sich überhaupt darüber, dass viele Ehemalige zum Tag der offenen Tür kamen. Kinder von ihnen sind mittlerweile soweit, dass sie vorm Schulwechsel stehen. Reinhard Witzlau: „Eine schwierige Entscheidung für sie. Auch deshalb laden wir zum Reinschauen ein.“

Von Stefan Blumberg

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