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Gransee Einkaufen wird belohnt
Lokales Oberhavel Gransee Einkaufen wird belohnt
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20:26 05.10.2017
Einzelhändler, Initiatoren und Vertreter der Kommune gaben den Startschuss für das Belohnungssystem „Gohobi“ in Zehdenick: Quelle: Lüderitz
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Zehdenick

„Gohobi“ ist japanisch und bedeutet „Belohnung“. Genau die erhalten Kunden des Zehdenicker Einzelhandels künftig beim Einkauf in der Stadt. In Form einer Gutschrift. Die Havelstadt gehört zu den ersten Kommunen in Brandenburg, die bei diesem digitalen Kundenprogramm mitmacht. Die Köpfe dahinter sind Mathias und Katja Rohrbeck aus Berlin. Beide haben sich gefragt, wie Einzelhändler in den Kleinstädten unterstützt werden können und Käufer animiert werden, ihr Geld lieber in den Innenstädten als im Internet auszugeben. Zwei Jahre hat die Entwicklung des Systems gedauert. Der Startschuss fiel in Templin, wo inzwischen 20 Geschäftsleute mitmachen. Insgesamt 900 Kunden nutzen Gohobi bislang. „Einzelhändler haben über die Ladentheke hinaus nicht viele Möglichkeiten, Kunden zu erreichen. Wer aus dem Laden raus ist, war bisher weg“, erklärt Geschäftsführer Mathias Rohrbeck. Dank Gohobi wird ein Mehrwert geschaffen. Mit der Gutschrift nach dem Einkauf verlassen Kunden das Geschäft mit einem guten Gefühl und vielleicht mit der Motivation, dort ein weiteres Mal einzukaufen. Gohobi ist ein digitales System. Kunden registrieren sich mit ihrer Telefonnummer und erhalten zusätzlich einen Chip, auf dem die Belohnung gutgeschrieben wird. Über eine App lässt sich das Guthaben jederzeit einsehen. Zudem können die Geschäftsleute per SMS oder Whatsapp-Nachricht Mitteilungen an ihre Kunden versenden. Mit den Daten gehen die Gründer nach eigenen Angaben sensibel um. „Die erfährt der Händler nicht.“

Die Landfleischerei Müller, Juwelier Berlin und Augenoptiker Klöter machen bereits mit. Im Jagd- und Outdoor-Geschäft wird der Start vorbereitet. Stefanie Müller ist begeistert von der Idee. „Sie löst bei uns das komplizierte Bonusprogramm ab.“ Auch Optikerin Jutta Humburg hält das System für „übersichtlich, nett und ansprechend.“ Das Angebot sei nicht nur auf Einzelhändler beschränkt. „Mitmachen kann jeder, der eine Rechnung schreibt“, betont Rohrbeck. Ausgenommen sind die Handelsketten. „Diesen Eid haben wir uns geschworen, weil es genau das Gegenteil von dem wäre, was wir möchten: die Innenstädte stärken“, so der Wirtschaftsjurist.

Für die ersten 20 Händler, die sich in Zehdenick einloggen, zahlt die Regio-Nord die Hälfte der Anschlussgebühr, die inklusive Tablet bei 199 Euro liegt. Für Bürgermeister Arno Dahlenburg, der seinen Chip bereits am Autoschlüssel befestigt hat, ist Gohobi eine Variante, dem Einzelhandel unter die Arme zu greifen und die Kundenbindung zu stärken. „Wir wissen, welche Probleme wir in der Stadt haben“, sagte er mit Blick auf Geschäftsschließungen in der Innenstadt. Seitens der Kommune wurde die Innenstadt als Förderkulisse vorbereitet, so dass Umbauten, Nachfolgeregelungen und anderes mehr gefördert werden können.

Von Cindy Lüderitz

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