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Engpass in der Kita – Zehdenick baut an

Viele Kinder ohne Betreuung Engpass in der Kita – Zehdenick baut an

Seit fünf Jahren sind die Geburtenzahlen in Zehdenick konstant: das und der Zuzug von Familien sorgen für volle Kitas in der Stadt. Es fehlen Plätze. 33 Kinder können derzeit nicht betreut werden. Jetzt plant die Stadt einen Kita-Neubau in der Liebenwalder Straße und die Umsiedlung des Jugendclubs „Bumerang“.

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Kindersegen: Die Zehdenicker müssen nicht mehr über Kitaschließungen nachdenken, sondern können einen Neubau planen

Quelle: Uwe Halling

Zehdenick. Der Kindersegen bringt die Zehdenicker in die Bredouille: trotz eines Rechtsanspruches kann die Stadt 33 Kindern derzeit keinen Kita-Platz anbieten. Die Häuser in der Kernstadt sind nach Angaben der Verwaltung voll belegt und ein Ausweichen in die Ortsteile sei nicht immer möglich ist.

Die Kommune ist deshalb gezwungen, ihre Kapazitäten zu erhöhen und erwägt den Neubau einer Kita am Standort des Jugendlcubs „Bumerang“ in der Liebenwalder Straße. Die Jugendfreizeitstätte soll nach Plänen der Verwaltung in das neue Naturparkhaus auf dem ehemaligen ASZ-Gelände (Festplatz) umziehen. Das Jugendwerk als Trägerverein stünde dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber, zumal in absehbarer Zeit Unterhaltungsmaßnahmen in Größenordnungen anstünden. Von einem Umbau des Bumerangs raten die Baufachleute der Verwaltung ab. Ersten sei man dann an den Grundriss gebunden, zweitens erfülle die Bausubstanz nicht den neuen Standards der Energieeinsparverordnung. Eine Umrüstung wäre aufwendig.

Der Hauptausschuss wird sich in seiner Sitzung in der kommenden Woche als erstes Gremium mit den Plänen befassen und über einen Grundsatzbeschluss zu diesem Vorhaben beraten. Nur mit einer positiven Empfehlung kann die Stadt weiter planen. Zu den möglichen Kosten wurden keine Angaben gemacht. Anders als der Kita-Neubau ist aber die Vorplanung für das Naturparkhaus bereits in der ASZ-Förderung enthalten. Landrat Ludger Weskamp (SPD) hatte erst vor wenigen Tagen bei einer Beratung in Zehdenick gesagt, dass die Stadt ihre Kitakonzeption aus eigener Kraft den erfreulich hohen Kinderzahlen anpassen müsse. Der Landkreis beabsichtige derzeit nicht, ein Erweiterungsprogramm aufzulegen, weil dies auch zu Lasten der bislang stabilen Kreisumlage ginge.

Doris Riesenberg, Leiterin der mit 176 Plätzen größten Kita der Stadt, bestätigt auf MAZ-Nachfrage, dass es derzeit „wenig Spielraum“ gibt. Sowohl im Kindergarten- als auch im Krippenbereich seien die Kapazitäten der Einrichtung weitestgehend erschöpft. Mit der Nutzung des Bumerangs beziehungsweise einem Neubau auf dem Nachbargelände „ihrer“ Kita würde sich ein Kreis schließen, sagt Riesenberg. Lange bevor dort die Jugendarbeit einzog, gehörte das Haus schon zum Kindergarten. Riesenberg widersprach auch Gerüchten, wonach der Zuzug von Flüchtlingsfamilien mit Kindern den Engpass verschärfe. „Solange ich in der Kita Sonnenschein arbeite, haben wir immer ein volles Haus gehabt. Meine Erfahrungen sind die, dass Flüchtlingsfamilien noch zurückhalten sind und ihre Kinder, gerade im Krippenalter, lieber selbst betreuen.“

Ein Grund für sind die seit 2010 recht stabilen Geburtenzahlen in der Stadt Zehdenick. Durchschnittlich 100 Kinder werden in der Großgemeinde jedes Jahr geboren, in der Kernstadt selbst 68. Die Belegung in den Kitas zu den Stichtagen sei dennoch gestiegen

Von Cindy Lüderitz

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