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Entscheidung zur Festhalle rückt näher

Zehdenick Entscheidung zur Festhalle rückt näher

Für 2018 hat sich die Havelstadt einiges vorgenommen. Vor allem im Hochbaubereich sollen dieses Jahr einige Projekte realisiert beziehungsweise zu Ende gebracht werden. Hinzu kommt die Neuorganisation der Schullandschaft sowie die Planung für den wichtigen Kitaneubau. In Sachen Festhalle muss die Stadt demnächst Farbe bekennen oder sich von dem Projekt verabschieden.

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Zehdenicks Bürgermeister Arno Dahlenburg steht nach wie vor zur Entwicklung der Immobilie auf dem Festplatz.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. Mit der Entscheidung für oder gegen eine Fest- und Freizeithalle in Zehdenick muss die Stadtpolitik im ersten Quartal eine gewichtige Weiche stellen. Der Fördermittelgeber hatte der Havelstadt zusätzlich Bedenkzeit eingeräumt, um die Tragweite des Millionen-Projektes abzuwägen. Diese Frist läuft Ende März ab. Bürgermeister Arno Dahlenburg steht nach wie vor zur Nutzung der leerstehenden Immobilie auf dem neuen Festplatz und hofft, dass eine finanziell vertretbare Lösung verhandelbar ist. „Wir brauchen sicher keine Stadthalle, um große Konzerte nach Zehdenick zu holen. Aber es sollte Angebote geben, die über das hinausgehen, was wir haben. Sowohl für die Einheimischen, aber auch, um Besuchern der Stadt etwas zu bieten“, betonte er am Mittwoch im Neujahrsgespräch.

Als wichtigste Vorhaben des neuen Jahres bezeichnete der Stadtchef die Neuorganisation der Schullandschaft sowie die Planungen für den Kitaneubau. „Wir müssen, und das ist der positiven Entwicklung zu verdanken, zusätzliche Plätze für die Kinderbetreuung schaffen und ich hoffe, dass wir am Standort der Kita Sonnenschein zügig weiterkommen.“ Für den neuen Jugendclub auf dem Festplatz liegt inzwischen die Baugenehmigung vor. Ebenso für den zweiten Sanierungsabschnitt im verhüllten Verwaltungshaus. Angesichts einer Vielzahl von Hochbauprojekten wie diesen soll das zuständige Fachamt schnellstmöglich durch einen Ingenieur verstärkt werden.

Ein Nachfolger wird auch für die bisherige Leiterin der Stadtbibliothek, Astrid Krüger, gesucht. Sie möchte sich beruflich verändern und hat gekündigt. „Schade für uns, sie hat sehr gute Arbeit geleistet“, so Dahlenburg. Die Zahl der Bewerbungen für derartige Positionen in der Verwaltung sei zwar zurückgegangen. Bislang aber konnte die Stadt ihre offenen Stellen immer besetzen. Mit Uta Kupsch wurde gerade eine erfahrene Kollegin für den Bereich Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing gefunden. Sie hatte am Dienstag ihren ersten Arbeitstag.

Noch nicht abgeschrieben hat der Bürgermeister die Entwicklung von Ferienhausgebieten in der Tonstichlandschaft. Zwar sei das Aus für das ambitionierte Schäferkarren-Projekt am Gartenzwergstich in Mildenberg bedauerlich gewesen. Nach wie vor gebe es aber für dieses und zwei weitere Areale in der Region Gesprächspartner. So auch für den Eichlerstich. „Wir wären froh, wenn wir in diesem Jahr einen etwas größeren Schritt voran- und mal einen Spatenstich hinbekämen“, so der Verwaltungschef.

Die endgültigen Zahlen lägen zwar noch nicht vor. Schon jetzt aber lasse sich an der Bewegungstabelle ablesen, dass Zehdenick zum sechsten Mal in Folge mehr Zu- als Wegzug verzeichnen kann und damit erneut ein Plus in der Bevölkerungsstatistik. Auch die Zahl der Geburten lag 2017 erneut über 100. Um diese Entwicklung weiter zu unterstützen, sollen neue Baugebiete für Einfamilienhäuser ausgewiesen werden. Vier mögliche Quartiere hatte ein Planungsbüro dafür in Zehdenick-Süd ausgemacht, die nunmehr nach und nach erschlossen werden sollen. Bis zu 90 Bau-Parzellen könnten dort entstehen. Den Anfang macht die Achse zwischen der Falkenthaler Chaussee und der Straße des Friedens.

Eine Herausforderung für 2018 bleibe aus Sicht des Bürgermeisters die Infrastruktur. Es sei enttäuschend, dass es trotz vieler Gespräche mit der Landesregierung nicht gelungen ist, die Planungen für die Sanierung der schlimmsten Ortsdurchfahrten anzuschieben. „Hier ist auch ein Stückchen Willen gefragt, das anzupacken. Wie will man den Menschen im ländlichen Raum glaubhaft vermitteln, dass sie nicht abgehängt werden, wenn man dort, wo sie leben, nicht investiert“, so der Bürgermeister.

Bei den vielen Themen und Her­ausforderungen gehe aber auch fast unter, dass der Nordkreis als chronisch schwächere Region erstmals eine Arbeitslosenquote von weniger als zehn Prozent erreicht habe. „Kurz nach der Jahrtausendwende waren es noch knapp 25 Prozent“, so Dahlenburg.

Von Cindy Lüderitz

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