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Erlebnisreise durch den Norden

Gransee Erlebnisreise durch den Norden

Als Appetit-Anreger ist die Aktion „48 Stunden“ gedacht. Am Wochenende kamen hunderte Tagesausflügler mit der Bahn in den Norden Oberhavels, um die Region per Busshuttle zu erkunden und die Vielzahl der Angebote an der Wegstrecke zu nutzen. VBB und Regio-Nord waren mit der Resonanz sehr zufrieden.

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Horst Herrmann (r.) führte im Stundentakt Besucher durch Zehdenick. Am Abend hatte er eine trockene Kehle.

Quelle: Cindy Lüderitz

Oberhavel. Floßfahrt, Wassertaxi mit dem Kaffenkahn, Stadtführung, Yoga im Grünen, Kunst und Musik – mit einer Vielzahl von Angeboten lockte die touristische Aktion „48 Stunden Oberhavel“ am Wochenende weit mehr als 2000 Tagesausflügler in den Altkreis Gransee. Stündlich reisten Besucher vor allem aus Berlin und dem Umland mit dem Zug in Fürstenberg an, um von dort mit einem der kostenlosen Reisebusse der Verkehrsgesellschaft in die Region zu kommen. „Es waren wesentlich mehr Besucher als vor zwei Jahren. Wir haben gerade am Vormittag immer vier Busse losgeschickt, damit alle mitkommen. Die Züge waren voll“, sagte Olaf Bechert von der Regio Nord. Auf zwei verschiedenen Routen konnten sich die Ausflügler schließlich treiben lassen – im Uhrzeigersinn oder anders herum. In jedem Bus saß ein Reiseführer, wie etwa Volkmar Wagner aus Zehdenick. Er fuhr auf der gelben Route über Neuglobsow und Menz mit und stimmte die Besucher auf den Tag ein. Die einen hatten sich eine Route abgesteckt und stiegen zielgerichtet ein und aus. Andere fuhren erstmal eine Runde mit, um dann spontan dort zu bleiben, wo es sie hinführt.

Fanden die Aktion sehr schön

Fanden die Aktion sehr schön: Gabriele und Bernd Hecker, Urlauber aus Meißen.

Quelle: Cindy Lüderitz

Bernd Hecker interessiert sich für Mühlentechnik und machte mit seiner Frau einen ersten Halt an der Tornower Mühle. Gert Wettig und Gisela Schlüter stiegen ebenfalls in Tornow aus, weil sie Floß fahren wollten. Im 20-Minuten-Takt ging es von dort auf den Großen Wentowsee, vorbei am Campingplatz und an der Insel und wieder zurück. „Wir haben zuerst die Stadtführung in Fürstenberg mitgemacht. Mit 60 Leuten, das war schon aufregend, aber auch sehr interessant“, so Wettig. Die Kraatzer Meile und die Stadtführung in Zehdenick waren auf seinem Plan ebenfalls angekreuzt. „Was wir heute nicht schaffen, machen wir beim nächsten Mal.“

Nach Auskunft des Verkehrsverbundes, der am Bahnhof in Fürstenberg einen Info-Point eingerichtet hatte, sei es vor allem die Zielgruppe 60+, die das Angebot dieser organisierten Erlebnisreise annähme. Allein am Samstag seien rund 1000 Bahnfahrer in der Wasserstadt auf die Busse umgestiegen und ausgeschwärmt.

Floßfahren in Tornow war sehr beliebt

Floßfahren in Tornow war sehr beliebt.

Quelle: Cindy Lüderitz

Das kostenlose Angebot rentiere sich für die Region. Nach einer Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund durchgeführt worden ist, lässt ein Gast der 48-Stunden-Aktion im Durchschnitt 30 Euro in der Region, unter anderem für Mittagessen, Kaffeetrinken, Eintritt und Kleinigkeiten. Während der Busverkehr reibungslos funktionierte, gab es bei der Besucherlenkung kleinere Lücken. An der einen oder anderen Station fehlten offenbar Hinwiesschilder, so dass Besucher zunächst umherirrten. Für die Region sei die Aktion insgesamt aber ein Erfolg und Zugewinn, resümierte Olaf Bechert nach Tag 1 – zumal der eine oder andere Besucher als Urlauber wiederkommen möchte.

Von Cindy Lüderitz

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