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Gransee Erste Schau nach der Stallpflicht
Lokales Oberhavel Gransee Erste Schau nach der Stallpflicht
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20:56 16.10.2017
Kreischef Eckhard Hübner mit eines seiner Hühner. Quelle: FotoS: Cindy Lüderitz
Gransee

Trotz der mehrmonatigen Stallpflicht, bei der Züchter und Tiere Nerven und Federn ließen, sind die Kleintiervereine in Oberhavel guter Dinge in die neue Schausaison gestartet. 300 Tiere – Hühner, Kaninchen, Tauben, Gänse – wurden am Wochenende bei der Kreisschau in Gransee gezeigt und von den insgesamt fünf Preisrichtern vielfach mit Bestnoten bewertet. Diese Ergebnisse waren nach dem Auf und Ab dieses Zuchtjahres nicht unbedingt zu erwarten, schätzte Kreischef Eckhard Hübner ein. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die Taubenzüchter Jörg Borkenhagen aus Falkenthal und Wofgang Arndt aus Grüneberg bei der Vergabe der Bundesmedaille. Beide waren nach der Bewertung ihrer schönsten Rasse-Tauben punktgleich. „Das war knirsch und wir mussten die Ausschreibungsunterlagen durchgehen, um das zu lösen. Bei so einem Gleichstand sagt man dann aber: Täuber zieht vor Taube“, so Hübner. Und dieser Vergleich ging zugunsten des Falkenthalers aus. Die Bundesmedaille wird jedes Jahr vergeben, immer im Wechsel für Tauben oder Hühner.

Letztere züchtet der Kreisvorsitzende selbst. Während des Eierskandals hätte er eine eigene Eierfarm eröffnen können, so groß war die Nachfrage. „Ich hatte zu dieser Zeit viele Anfragen. Aber die meisten Eier blieben und bleiben dann doch in der Familie“, sagte Hübner. Der feuchte Sommer bescherte auch ihm viel Arbeit. „Die Bedingungen waren so, dass man sich seine Tiere und Ställe schon genau angucken musste. Das Wetter war optimal für Milben“, erklärte Hübner. Er persönlich halte es einmal in der Woche mit einem Fegetag. Dann wird richtig sauber gemacht.

Ganz abgeschüttelt haben die Züchter auch die Stallpflicht, die im November 2016 verhängt und erst im Frühjahr 2017 aufgehoben worden war, noch nicht. „Wir sind uns bewusst, dass ein erneuter Ausbruch der Geflügelpest die Schausaison schnell beenden könnte“, so Hübner. Von den Verantwortlichen erwartet er „das richtige Augenmaß und Fingerspitzengefühl“ bei derart folgenreichen Entscheidungen. „Unser Kreisverband ist noch glimpflich davongekommen. Aber wir wissen, dass vielerorts gerade ältere Züchter das Handtuch geworfen haben“, so Hübner. Eine weitere Absage einer Schausaison hätte vermutlich auch im Kreis fatale Folgen – vor allem, was die Rassevielfalt anbelangt.

Die Kreisschau wurde nunmehr zum 14. Mal in Gransee ausgetragen – „dank der Möglichkeiten, die wir mit der Alten Feuerwache haben“, sagte der Vorsitzende des Ortsverbandes Andreas Feindura. Einen besonderen Dank sprach er den Zehdenicker Züchtern aus, die eine Vielzahl von Tieren nach Gransee geschafft hatten. „Sonst hätte die Schau nicht diese Vielfalt gehabt“, sagte er. Zwei Wochen vor dem eigentlichen Termin gab es noch so wenige Meldungen, dass über eine Absage spekuliert worden war. Das läge laut Eckhard Hübner auch daran, dass sich viele Züchter aus dem Südkreis nicht an der Kreisschau in Gransee beteiligten. „Vielen ist der Weg zu weit und der Aufwand zu hoch. Sie zeigen ihre Tiere dann lieber auf der Landesschau in Paaren/Glien. Dahin brauchen manche nur zehn Minuten, nach Gransee eine dreiviertel Stunde“, erklärte der Vorsitzende.

Der Ehrenpreis des Landesverbandes ging in diesem Jahr nach Bergsdorf und nach dem, an was sich Andreas Feindura erinnern kann, erstmals überhaupt an einen Jungzüchter. Leonard Schulz erhielt den Preis als Anerkennung für seine starke Taubenzucht.

Von Cindy Lüderitz

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