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Feiler weist Kritik zur B96-Planung zurück

Fürstenberg Feiler weist Kritik zur B96-Planung zurück

Der Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler hält eine Liniendiskussion zur Ortsumfahrung Fürstenberg zum jetzigen Zeitpunkt für kontraproduktiv. Zugleich zieht der CDU-Politiker eine positive Bilanz nach vier Jahren Arbeit im B96-Entwicklungsbeirat.

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Die B 96 in Fürstenberg bleibt ein heißes Eisen.

Quelle: Stefan Blumberg

Fürstenberg. Für gefährlich hält der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des B96-Entwicklungsbeirates Uwe Feiler (CDU) die neue Debatte um die Trasse der Ortsumfahrung Fürstenberg. Wie er am Freitag sagte, sei die Linie vor geraumer Zeit unter Beteiligung der Öffentlichkeit und mit einem deutlichen Votum der Stadtverordneten bestimmt worden. „Diese Diskussion jetzt neu aufzumachen, würde das gesamte Projekt verzögern und uns wieder in das Jahr 2004 zurückkatapultieren“, so Feiler.

Nach vielen Jahrzehnten des Ringens sei es endlich gelungen, die Ortsumfahrung Fürstenberg mit einem vordringlichen Bedarf in den Bundesverkehrswegeplan zu bringen. Die Mittel für den Bau werden bereit gestellt. Die Planungen haben begonnen. „Wenn wir uns bei dem Stand des Verfahrens jetzt wieder mit der Trassendiskussion befassen, laufen wir Gefahr, dass am Ende gar nichts passiert“, so Feiler.

Die Initiative „Lebendiges Fürstenberg“ hatte in der vergangenen Woche ein Umdenken bei der Linienbestimmung gefordert und die Planungen für die Ortsumfahrung als einseitig kritisiert (MAZ berichtete). Die Westumfahrung sei nach Ansicht der Akteure die denkbar schlechteste für die Wasserstadt, weil sie großflächig Naturraum zerstöre. Zudem sei die Linie seinerzeit unter der Annahme falscher Bedarfszahlen ermittelt worden. In einem offenen Brief an Verkehrsministerin Katrin Schneider wurde ein Prozess „ohne Maulkorb und Denkverbote“ gefordert.

Uwe Feiler entgegnete, dass für die Planungen der Ortsumfahrung aktuelle Zahlen eingeflossen seien und auch diese bestätigten, dass die Wasserstadt eine Umfahrung dringend benötige. Aber nicht nur die Zahlen würden für einen Ausbau sprechen. Die Bundesstraße sei eine wichtige Hafen-Inland-Anbindung und zudem für die heimische Wirtschaft eine wichtige Lebensader. „Viele glauben offenbar, es entstünde neben Fürstenberg eine vierspurige Rennstrecke. Dem ist nicht so“, betonte Feiler. Gebaut würde eine zweispurige Ortsumfahrung mit einer dritten Fahrbahn für Überholvorgänge.

Sollten im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens Argumente zum Tragen kommen, die berücksichtigt werden müssten, dann würden diese nicht ausgeblendet. „Aber jetzt schon vom Scheitern zu sprechen, halte ich für falsch. Wir versuchen es jetzt erstmal mit dieser Variante“, so Feiler.

Nach vier Jahren an der Spitze des B96-Entwicklungsbeirates zogen der Vorsitzende und sein Stellvertreter, Harald Petzold (Die Linke), ein positives Fazit. Nicht nur die Verankerung der Ortsumfahrung Fürstenberg im Verkehrswegeplan des Bundes sei dank der konstruktiven Zusammenarbeit über die Parteigrenzen und mit Einbeziehung der Bürger hinweg gelungen. Das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung Teschendorf/Löwenberg könne voraussichtlich bis zum Jahresende, spätestens Frühjahr 2018, abgeschlossen werden.

Von Cindy Lüderitz

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