Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Ferienhaus am See

Wentow Ferienhaus am See

In Nachbarschaft des Wentower Gutshauses wird ein neues touristisches Angebot geschaffen. Auf dem Grundstück des früheren Internats, direkt am Fernradweg Berlin-Kopenhagen gelegen, lassen Investoren die ehemaligen Schulungsräume zu Urlauberquartieren umbauen. Insgesamt neun Wohnungen sollen mit Unterstützung des Förderprogramms Leader entstehen.

Voriger Artikel
Katastrophales Storchenjahr
Nächster Artikel
Mit „Paul“ auf der Arche

Architekt Klaus-Dieter Albertz vor den künftigen Ferienhäusern am Wentowsee.

Quelle: Cindy Lüderitz

Wentow. Auf dem Gelände der früheren Bildungsstätte in Wentow haben die Umbauarbeiten der ehemaligen Schulungsräume begonnen. Die Eigentümer des benachbarten Gutshauses lassen in den beiden Flachdachhäusern, die sie vom Kreis erworben haben, Ferienzimmer errichten. Der Zehdenicker Architekt Klaus-Dieter Albertz, in dessen Händen schon die Sanierung des imposanten Nachbaranwesens lag, managt im Auftrag der Investoren den Umbau.

Mit Fördermitteln aus dem Leader-Programm (45 Prozent) entstehen insgesamt neun Ferienwohnungen, ein Teil davon soll barrierefrei werden. Über einen Innenhof werden beide Häuser miteinander verbunden sein. Das Urlaubsdomizil soll später auch einen Zugang zum Wentowsee mit Steg und Boot erhalten. Die Kosten für den Umbau des größeren der beiden Häuser bezifferte Albertz mit rund 380 000 Euro. Die Entkernung habe doch einige Überraschungen zu Tage gefördert. So fehlte einem Teil des Gebäudes das Fundament. „Wir mussten einige Wände entfernen, weil sie auf Sand gebaut worden waren“, so Albertz. Die Wohnungen erhalten alle ein Schlafzimmer, ein Bad sowie einen Wohnraum und eine Küchenzeile. „Das Angebot richtet sich an Selbstversorger“, so Albertz. Eine Hauptzielgruppe könnten Fahrradfahrer sein. Der Fernradweg Berlin-Kopenhagen, der direkt durch Wentow führt, ist in der Sommersaison stark frequentiert. Die gesamte Nutzfläche der beiden Häuser beträgt 450 Quadratmeter. Die ehemalige Turnhalle des Bildungsstandortes, die den Eingangsbereich zum Grundstück optisch dominiert, soll zwar als Lagerraum in die Pläne integriert, aber nicht für die Ferienvermietung genutzt werden.

Inwieweit sich dieses neue Angebot mit der künftigen Nutzung des früheren Internats, an welches die Ferienhäuser grenzen, verbinden lässt, ist offen. Der Kreis hat die Immobilie gerade zum Verkauf ausgeschrieben – nach rund sechs Jahren des Leerstandes. Die 3 B GmbH hatte das Objekt als Ausbildungsstätte für Köche und Restaurantfachleute zuletzt genutzt. Der Gastronomiebetrieb im „Zauberlehrling“ gehörte zum Lehrprogramm. Der Investitionsbedarf auf dem weitläufigen Grundstück ist jedoch enorm. Auf die Bauschäden beziehungsweise Mängel am doppelstöckigen Haupthaus sowie Küche und Speisesaal hatte auch der Kreis in seinem Exposé aufmerksam gemacht. Das Areal wirkt nach vielen Jahren ohne Nutzung insgesamt verwildert und vernachlässigt. Der Mindestverkaufspreis lag auch deshalb bei 75 000 Euro für das rund 8800 Quadratmeter große Grundstück. Spekulationen, wonach dort ein Hotel eingerichtet werden könnte, gab es in der Vergangenheit immer wieder. Nach wie vor fehlt dem Tourismus im Norden ein großes Haus mit entsprechenden Betten-Kapazitäten. Der Landkreis hatte für die idyllisch gelegene Immobilie keine Verwendung mehr.

Von Cindy Lüderitz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gransee


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg