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Gransee Freisprechung von 46 Lehrlingen
Lokales Oberhavel Gransee Freisprechung von 46 Lehrlingen
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13:16 18.09.2016
Marleen Seeger (2. v. l.) ist jahrgangsbeste Friseurin. Quelle: Julia Collin
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Lehnitz

„Ausbildungszeit adé“, sagten 46 Lehrlinge am Sonnabendvormittag im Kulturhaus „Friedrich Wolf“ in Lehnitz. Sie erhielten ihre Freisprechung im feierlichen Rahmen. Frisch ausgelernte Maurer, Tischler, Bäcker, Friseurinnen und Kfz-Mechatroniker bekamen ihre Gesellenbriefe und Prüfungszeugnisse durch die Kreishandwerkerschaft Oberhavel überreicht.

Mit den Worten „Es endet ein prägender Lebensabschnitt und ein wichtiger neuer beginnt“ begann Kreishandwerksmeister Norbert Fischer seine Festansprache. Er lobte das Handwerk und beglückwünschte die Junggesellen für den erlernten Beruf. „Jeder einzelne von Ihnen hat sich mit seinem Beruf ein solides Fundament für das private und berufliche Leben und für die Zukunft geschaffen und darf stolz auf sein Handwerk sein“ sagt Fischer. Traditionell sprach er dann die Lehrlinge von der Verpflichtung der Ausbildungszeit frei. Die Jahrgangsbesten erwähnte er namentlich.

1995 waren es 1400 Lehrverträge im Handwerk, im Jahr 2015 nur 446

Landrat Ludger Weskamp bedankte sich für diesen wichtigen und zentralen Termin der Freisprechung. „Ein toller Anlass, um mit glücklichen und zufriedenen Junggesellen und Eltern den Tag zu beginnen“ so Weskamp. Auch erwähnte er, wie schade es ist, dass sich viele junge Menschen gegen einen Handwerksberuf entscheiden. Im Kammerbereich Potsdam gebe es noch 517 freie Ausbildungsplätze in diesem Jahr. Er verglich auch Zahlen aus der Vergangenheit und dem Jetzt: „Wir hatten im Jahr 1995 zirka 1400 Lehrverträge im Handwerk in Oberhavel, im Jahr 2015 nur noch 446.“ Er animiert e die jungen Leute: „Bleiben Sie in der Region, mit Ihrem Handwerk stehen Ihnen alle Wege offen.“ Großer Dank gilt auch den Ausbildungsbetrieben, Ausbildern und Lehrern der Berufsschulen. „Ohne gute Lehrherren keine guten Lehrlinge“, so Weskamp.

Mut machte der Landtagsabgeordneter Frank Bommert, zugleich Vorstandsmitglied der Handwerkskammer, den Ausgelernten: „Sie haben mit Ihrem Handwerk die richtige Wahl getroffen, es bieten sich viele Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Denn Handwerk hat goldenen Boden.“

Und dann ging es an die Zeugnisübergabe: Die sieben Kfz-Mechatroniker, wovon fünf die Ausbildung vorzeitig beendet haben, acht Bäcker, zehn Friseurinnen, 13 Tischler und neun Mauer wurden hintereinander aufgerufen. In Reih und Glied bekamen sie ihre Zeugnisse von den Prüfungsvorsitzenden und den Obermeistern überreicht.

Johannes Linke machte von sich reden

Die Jahrgangsbesten sind im Beruf Tischler: Johannes Linke, Philipp Müller, Richard Noack und Marvin Kuhnert. Im Beruf Kfz-Mechatroniker konnten Dominik Lämmerhirt, René Hoffmann und Gerhard Fiedler am besten abschneiden. Marleen Seeger (CreHaartion Löwenberg) schloss den Ausbildungsberuf Friseurin als Beste ab.

Johannes Linke erhielt für sehr gute Leistungen einen 250-Euro-Scheck. Quelle: Julia Collin

Als besonders talentiert kristallisierte sich der junge Tischler Johannes Linke heraus. Er erlernte sein Handwerk bei der Bau- und Möbeltischlerei Andreas Thiele in Hennigsdorf. Ausbilder Andreas Thiele ist begeistert von dem jungen Mann. „Johannes ist der beste Lehrling, den wir je hatten. Er konnte bereits im ersten Lehrjahr Arbeiten selbstständig ausführen“ lobt der Tischlermeister. Für diese guten Leistungen erhielt Linke eine Prämie für den Berufsstart von 250 Euro von der Tischlerinnung Oberhavel.

Von Julia Colllin

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