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Gransee Auf Katastrophen vorbereitet
Lokales Oberhavel Gransee Auf Katastrophen vorbereitet
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18:18 28.11.2018
Bei Katastrophen und großen Unglücken muss zuallererst die Kommunikation funktionieren. Quelle: Martina Burghardt
Gransee

 Sturmtief Xavier hat vor gut einem Jahr in Deutschland gewütet und nicht nur Schäden angerichtet, sondern auch Menschenleben gefordert. „Wir haben die Havarien gemeistert und sind mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Amtsdirektor Frank Stege in der jüngsten Amtsausschusssitzung. „Es gab keine größeren Fehler, aber uns fehlt die Routine“, erklärte er.

Mit Hilfe von Jörg Blumenthal

Sich besser auf verschiedene Katastrophenfälle vorzubereiten und dafür ein Konzept zu schaffen, stellte eine Herausforderung dar. In der Verwaltung sei man an dieser Aufgabe gescheitert. Deshalb hat Jörg Blumenthal, der als sachkundiger Einwohner im Finanz-, Sozial- und Kulturausschuss Gransee mitwirkt, sich der Sache angenommen, gemeinsam mit der Verwaltung einen Gefahrenabwehrbedarfsplan entwickelt und ihn nun den Ausschussmitgliedern vorgestellt.

In seinem Berufsleben habe er sich lange mit solchen Themen beschäftigt, erklärte er. Nun hat sich Jörg Blumenthal intensiv mit der Situation in Gransee und möglichen Szenarien beschäftigt, die von Rettungskräften und Verwaltung gemeinsam bewältigt werden müssen.

Detaillierte Bestandsaufnahme

Das beginnt bei den rechtlichen Grundlagen wie dem Katastrophenschutzgesetz, das bestimmte Regelungen zur Gefahrenabwehr in Krisensituationen den Kommunen überlässt. Mit dem jetzt vorliegenden Plan gibt es neben einer detaillierten Bestandsaufnahme von Verantwortlichen, Material, Technik und Unterkünften die entsprechenden Vorgehensweisen bei Unglücken und Katastrophen.

Leitungs- und Koordinierungsgruppe gebildet

Dafür wurde unter anderem eine Leitungs- und Koordinierungsgruppe in der Amtsverwaltung gebildet, zu der auch die Polizei und das Deutsche Rote Kreuz gehören. Nicht ständige Mitglieder, aber im Bedarfsfall hinzuzuziehen, sind spezifische Hilfeleistende und Behörden, beispielsweise das Veterinäramt oder das Technische Hilfswerk.

Notunterkünfte aufgelistet

In dem Plan werden die Abläufe bei einem Großeinsatz beschrieben. Vorher muss geregelt sein, welche Räumlichkeiten für mögliche Evakuierungen zur Verfügung stehen könnten. Dafür wurde der liegengebliebene Zug im Bahnhof Gransee während des Sturms 2017 als Beispiel angeführt. 350 Menschen mussten mehrere Stunden in der Bahn ausharren. Bei einem länger andauernden Stromausfall hätte man die Fahrgäste irgendwo während der Nacht unterbringen müssen. Turnhallen, Kitas und Schulen kommen dafür in Frage.

Datenblätter angelegt

Für solche Notunterkünfte gibt es nun Datenblätter mit aussagekräftigen Angaben, unter anderem zu Kapazität und Ansprechpartnern. Geregelt ist nun auch, wie alarmiert und gegebenenfalls die Bevölkerung gewarnt wird, wer welche Materialien woher in welche Räume bringt, welche Ressourcen Dritter genutzt werden können und wie die Presse und Öffentlichkeit zu informieren ist.

Regelmäßig zu aktualisieren

Klar ist auch, dass dieser Plan ständig aktualisiert werden muss. Jährlich – das hält auch Jörg Blumenthal für sportlich. Regelmäßig auf jeden Fall. Außerdem sollte der Ernstfall mit Hilfe des Gefahrenabwehrbedarfsplanes trainiert werden.

Von Martina Burghardt

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