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Gransee Baulücken werden erfasst
Lokales Oberhavel Gransee Baulücken werden erfasst
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16:15 06.02.2019
Der Ortseingang von Großwoltersdorf. Für die Gemeinde liegt bereits ein Baulandkataster vor. Quelle: Martina Burghardt
Gransee

Obwohl der Norden Oberhavels in den Prognosen der Demografen nicht gut wegkommt, ist die Bevölkerungszahl relativ stabil. Gerade in den Städten steigt die Nachfrage nach Wohnraum. Wie Stadtplaner Christian Tutsch informiert, werden im Amt Gransee und Gemeinden jetzt Baulandkataster vorbereitet.

Christian Tutsch, Stadtplaner, Amtsverwaltung Gransee. Quelle: Martina Burghardt

Für die Gemeinde Großwoltersdorf liegt bereits eine solche Übersicht vor. Was genau ist in dem Baulandkataster erfasst?

Christian Tutsch: Im Baulandkataster wurden die Flächen im Innenbereich, also innerhalb der Ortslage erfasst, auf denen gebaut werden könnte – sogenannte Baulücken. Dabei sind sowohl die örtlichen Gegebenheiten als auch planungsrechtliche Grundlagen der Gemeinde berücksichtigt worden.

Was ist der Anlass, die Baulandkataster anzulegen?

Der Wunsch kommt aus den Gemeinden des Amtes Granseee. Sie wollen in ihren Orten Bauland ausweisen. Allerdings werden aus städtebaulicher Sicht grundsätzlich die Baulücken bevorzugt, damit sich die Orte nicht unendlich ausdehnen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Infrastruktur angepasst werden müsste, und das kostet dann die Allgemeinheit viel Geld. Bevor also neues Bauland am Ortsrand erschlossen wird, werden die bestehenden Baulücken in der Ortslage in diesem Baulandkataster erfasst. Bebauungspläne und Innenbereichssatzungen, sofern es sie gibt, sind dafür die Basis.

Was kommt auf die Eigentümer der Flächen, auf denen Sie in diesen Plänen Bauland kennzeichnen, denn jetzt zu?

Wenn es niemanden gibt, der dort bauen will, dann – gar nichts. Es ist eine Unterstützung für Bauwillige, die ein Grundstück suchen. Im Baulandkataster sehen sie, wo überhaupt Baurecht im jeweiligen Ort besteht. Die Gemeinde kann aufgrund des Katasters eine Einschätzung abgeben, das geschieht immer unabhängig vom Eigentum. Es wird jedoch niemand gezwungen, sein Grundstück zu verkaufen. Diese Entscheidung trifft allein der Eigentümer.

Hat es derjenige, der im Amt Gransee und Gemeinden bauen will, künftig leichter?

Er hat jedenfalls schneller einen Überblick. Das ersetzt aber nicht den Bauantrag beim Kreis. Die Bauaufsichtsbehörde entscheidet, ob das eigene Vorhaben auf dem Wunsch-Grundstück verwirklicht werden kann. Im Baulandkataster spielen Flurstücks- und Grundstücksgrenzen keine Rolle. Eine Teilung von Grundstücken wäre möglich, muss jedoch vom Eigentümer über einen Vermesser organisiert werden. Der Landkreis würde in einem solchen Fall der Teilung aus bauordnungsrechtlicher Sicht zustimmen müssen.

Welche Gemeinde haben Sie zurzeit in Arbeit? Für welche Orte werden Baulandkataster angelegt?

In der Gemeinde Schönermark stand das Thema bereits im Dezember vorigen Jahres auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung, wurde jedoch noch einmal vertagt. Nach und nach sollen für alle Gemeinden und die Stadt Gransee Baulandkataster angefertigt werden. Die Unterlagen für Großwoltersdorf sind bereits auf der Website des Amtes abrufbar.

Von Martina Burghardt

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