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„Fürsti“ bleibt der Alte

Fürstenbergs Stadtmaskottchen „Fürsti“ bleibt der Alte

Die Fürstenberger haben ihr Maskottchen so lieb gewonnen, dass sie nichts daran verändern möchten. Mit knapper Mehrheit haben die Stadtverordneten eine Modernisierung des Wasser-Fürsten abgelehnt.

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Um ihn geht’s: der Havel-Fürsti aus Fürstenberg.

Quelle: Cindy Lüderitz

Fürstenberg. Mit knapper Mehrheit haben die Stadtverordneten während ihrer jüngsten Sitzung dem Erhalt des „Fürsti“-Logos in seiner bisherigen Form zugestimmt – das Maskottchen der Wasserstadt bekommt keine neuen Kleider. Die Verwaltung hatte in ihrer Vorlage zum Corporate Design den damit verbundenen Einsatz eines grafisch erneuerten Wasserfürsten zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt. Laut Bürgermeister Robert Philipp käme die Stadt derzeit ein wenig „verschnarcht“ in ihrer optischen Außendarstellung daher. Auch deshalb habe sich die Verwaltung vor geraumer Zeit Fachleute ins Boot geholt, die das Erscheinungsbild und den „Fürsti“ aufpeppen sollten. Verwaltungsmitarbeiter Frank Thiede machte bei der Nutzung des Logos in seinem bisherigen Format auf Probleme aufmerksam: So könne es in seiner jetzigen Größe beispielsweise nicht optimal auf Tablet- oder Handybildschirmen dargestellt werden.

Nicht zum ersten Mal gab es von Abgeordneten kritische Nachfragen bezüglich der bislang entstandenen Kosten für die Erarbeitung der Vorschläge durch ein Büro und der zu erwartenden Folgeausgaben. Mehrmals drängte Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg und Ortsteile) diesbezüglich auf eine Antwort vom Bürgermeister, obwohl der zuvor angeboten hatte, im nichtöffentlichen Teil der Sitzung darüber näher zu informieren. Laut Philipp habe die beauftrage Firma etwa 5 200 Euro für ihren Entwurf bekommen, zwei Drittel der Summe waren gefördert. Er erinnerte daran, dass im Haushalt 2015 Mittel für die Neugestaltung des Internetauftrittes der Stadt enthalten waren. Grundsätzlich werde er auch in Zukunft auf bestimmte Anregungen eigenständig reagieren und Vorhaben selbst vorbereiten lassen, denn sonst könne „die Verwaltung ihre Arbeit einstellen“, so der Bürgermeister. Grundsätzlich brachte Ina Hudicsek (Pro Fürstenberg) ihren Unmut darüber zum Ausdruck, dass in Sitzungen bestimmte Dinge immer wieder zur Diskussion stünden: Das hätte man sich auch beim „Fürsti“ ersparen können, wenn man ihn so gelassen hätte. Aber es gibt auch Stadtverordnete, die eine Erneuerung und Modernisierung befürwortet haben – dafür ist die Zeit offenbar noch nicht reif.

Zum weiteren Umgang mit den anderen Baustellen des Corporate Designs erklärte die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Hoheisel: Ziel der Verwaltung ist, bei der Außendarstellung der Stadt künftig ein einheitliches Erscheinungsbild zu erreichen. So sollen der Internetauftritt neugestaltet und in künftigen Publikationen Schriften, Formen und Farben einen Wiedererkennungswert haben. Diesen Teil der grafischen Neuorientierung stimmten die Stadtverordneten wiederum zu.

Von Helmut Vielitz

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