Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
„Good Boys, Bad Boys“

Liebenberg „Good Boys, Bad Boys“

Im illuminierten Schlosshof zu Liebenberg wird am Samstag das traditionelle Sommer-Open-Air gefeiert. Das Hauptkonzert des diesjährigen Flötenfestivals bringt die „Good and Bad Boys“ der Wiener Klassik und des Barock zusammen.

Liebenberg 52.8943138 13.2585133
Google Map of 52.8943138,13.2585133
Liebenberg Mehr Infos
Nächster Artikel
Gekauft wie besehen

Für das große Open-Air-Konzert am Samstag wird in Kirche und Scheune fleißig geprobt.

Quelle: Cindy Lüderitz

Liebenberg. Während draußen im Schlosshof die Bühnenbauer die Kulisse für das großen Open-Air-Konzert zusammenfügen, wird in der Kirche und in der Musikscheune an meisterlichen Tönen geschliffen – es klingt in diesen Tagen überall in Liebenberg. Die DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement hat zum fünften Flöten-Festival geladen. Die Hauptveranstaltung am Sonnabend wartet mit einer ambitionierten Kombination auf, wie Dirigent Lorenzo Ghirlanda bei den Proben verrät. Schon das Konzert-Thema „Good Boys, Bad Boys“ lässt eine virtuose Partie erahnen. Starflötist Martin Kofler und das Vox-Orchester wollen den Widerstreit zwischen den Superstars der Wiener Klassik – allen voran Gioachino Rossini und Saverio Mercadante – und den Innovatoren des Barocks – Carl Philipp Emanuel Bach und Claude Debussy – erlebbar machen. Die einen spielten sich im Stile der Zeit in die Herzen Europas, die anderen revolutionierten mit ihren Kompositionen die Musik. Von den Absprachen im Vorfeld abgesehen, treffen die Mitwirkenden erst in der Woche vor dem Auftritt im Schloss zusammen und bringen hier das Programm in Fluss. Perfektion allein sei nicht alles, sagt Martin Kofler. Die Spielfreude reiße letztlich das Publikum mit. Und die kommt schon mit dem Ambiente. „Wo hat man schon eine gotische Kirche für die Proben. Wir haben hier wunderbare Bedingungen“, schwärmt der Blockflötist und Kulturmanager des Orchesters Jan Nigges, der das Open-Air erstmals moderieren wird. „Was den meisten Orchestern fehlt, ist die Zeit. Die bekommen wir hier und nutzen jede Minute“, sagt auch Dirigent Lorenzo Ghirlanda. Eine ebenso große Chance bietet sich den Meisterschülern, die Martin Kofler in Liebenberg während der Woche betreut. Es sind Musiktalente aus vier Nationen, unter anderem aus Japan und Ungarn. Sie erhalten die Chance, mit renommierten Dozenten zu arbeiten und gemeinsam mit dem Orchester zu proben. „Das ist ziemlich einzigartig“, sagt Kofler. Diese intensive Betreuung zahlt sich aus. „Zwischen 60 und 70 Prozent derer, die in Liebenberg gewesen sind, sind heute in Brot und Lohn.“ Auch als Vorbereitung für Wettbewerbe hat sich die Sommerklasse im Schloss einen Ruf erarbeitet. Stipendiatin Eiko Yagi wollte unbedingt nach Liebenberg. Sie hofft eines Tages in einem Orchester spielen zu können – „am liebsten mit Herrn Kofler“, sagt die 23-Jährige. Seit ihrem neunten Lebensjahr spielt die Japanerin Querflöte. Vorher saß sie am Klavier, spürte aber, dass sie etwas anderes lernen möchte.

Anliegen der DKB-Stiftung ist es, junge Talente wie Eiko Yagi zu fördern und mit dem jährlichen Flötenfestival einem Instrument eine Bühne zu bieten, das während des Barock in Brandenburg seine Hochzeit erlebte. Für das Open-Air am Samstag gibt es noch Restkarten. Diese können telefonisch unter 033094/700466 oder via E-Mail an info@dkb-stiftung.de reserviert werden. Der Eintritt kostet 35 Euro. Die DKB-Stiftung rechnet mit rund 500 Zuhörern. Die Sommernacht am Freitag ab 18 Uhr sowie die musikalische Matinee am Sonntag (ab 10.30 Uhr) sind kostenfrei.

Von Cindy Lüderitz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gransee


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg