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Gransee Die Stadt ist im Modellprojekt
Lokales Oberhavel Gransee Die Stadt ist im Modellprojekt
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18:36 28.11.2018
Die Kirche in Sonnenberg – ein Denkmal. Viele andere interessante Gebäude stehen aber nicht unter Schutz.In dem Ort gibt es noch zahlreiche erhaltene Vierseithöfe. Quelle: Martina Burghardt
Gransee

 Mit dem städtebaulichen Denkmalschutz haben Gransee und andere Kommunen im Land Brandenburg mittlerweile jahrzehntelange Erfahrung. Allerdings werden weitaus mehr Gebäude als schutzwürdig betrachtet. Ob in der Stadt oder in Dörfern – überall gibt es Gebäude, die Identität stiften. Wie man diese Bausubstanz schützen und gleichzeitig die Auflagen der energetischen Sanierung erfüllen kann, interessiert unter anderem das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung.

Das Ziel sind Handlungsempfehlungen

Fachleute beschäftigen sich nun schon seit einiger Zeit damit. In einem Modellprojekt des Bundes wird derzeit darüber nachgedacht, wie man solche schützenswerten Gebäude erfassen kann. Dafür wurden sechs Modellkommunen ausgewählt, um unterschiedliche methodische Herangehensweisen im Erkennen und Erfassen besonders erhaltenswerter Bausubstanz in verschiedenen Untersuchungsgebieten zu erproben. Neben Gransee sind dies Stuttgart, Berlin-Köpenick, Hannover, Arnsberg und Aschersleben. Der Bund hat die Untersuchung und eine Publikation in Auftrag gegeben, um den Kommunen „übertragbare Handlungsansätze zur Annäherung an das Thema“ aufzuzeigen.

Strukturen werden erfasst

Im Amtsausschuss erläuterte Christian Tutsch Anfang dieser Woche kurz das Anliegen der Untersuchungen. Grundlage dafür sind unter anderem die Dorferneuerungsplanungen aus den 2000er-Jahren. Gesucht wird beispielsweise nach erhaltenen Strukturen, wie es sie mit den zahlreichen Höfen in Sonnenberg noch gibt, in Altlüdersdorf jedoch lediglich rudimentär. Der Begriff „besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ habe sich bundesweit etabliert, so Städteplaner Christian Tutsch. Bei den Untersuchungen gehe es nun darum, wie man daran gehen kann, die Orts- und Gebäudestruktur zu bewerten und zu erfassen. Ein Zwischenstand wurde gerade im Bundesinnenministerium erläutert, ebenso die nächsten Projektschritte.

Finanzielle Anreize denkbar

Für die politische Absicht hinter dem derzeit laufenden Modellprojekt interessierte sich Mario Gruschinske, Bürgermeister von Gransee. „Wird es eine Förderung für die Sanierung solcher Bauten geben?“, fragte er. Der Bund halte sich bedeckt, erklärte Christian Tutsch. Möglicherweise würden Anreize geschaffen, aber dazu gebe es noch keine Aussagen. Ralf Wöller, Bürgermeister von Sonnenberg, freute sich, dass „wir mal fremde finanzielle Unterstützung bekommen“.

Der Baukulturpreis, den Gransee im vergangenen Jahr erstmals ausgelobt hatte, war beispielgebend für andere Kommunen. Hausbesitzer in Menz, Gransee und Neuglobsow wurden für ihr Engagement bei der Sanierung ausgezeichnet. Ortsbildprägende Gebäude zu erhalten und damit einen Beitrag zur Identität eines Ortes zu leisten, ist nicht alltäglich.

Von Martina Burghardt

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