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Gransee Große Bauvorhaben brauchen viel Zeit
Lokales Oberhavel Gransee Große Bauvorhaben brauchen viel Zeit
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18:23 12.06.2018
Der Umbau des Klosters in Gransee zieht sich hin. Die Vorbereitungen sind aufwendig, das Verfahren ist langwierig. Quelle: Martina Burghardt
Gransee

Bahnhofsgebäude, Ärztehaus, Kloster-Umbau – in Gransee stehen große Investitionen an. Eine Erklärung dafür, warum es so lange dauert, bis die Bauarbeiter anrücken und man tatsächlich etwas sieht, gab es im Amtsausschuss. In der Sitzung am Montagabend erläuterte Fachbereichsleiter Nico Zehmke, wie solche Bauvorhaben im Allgemeinen ablaufen.

Europaweite Ausschreibungen dauern

Größere Bausummen, zu denen auch die Finanzierung der Planung gerechnet werden muss, würden sich addieren und „schnell über den Schwellenwert von 200 000 Euro“ klettern, sagte er. In solchen Fällen sei ein europaweites Ausschreibungsverfahren notwendig. Und das dauere mehrere Monate. Flächensicherung und Fördermittelakquise brauchen ebenfalls ihre Zeit. Fördermittelgeber stellen Bedingungen, wie im Fall des Klosters Gransee, für dessen Umbau ein europaweiter Architektenwettbewerb gefordert worden war.

Durch die Europäische Union gebe es mehr Bürokratie, neue Verordnungen erleichtern und erschweren zugleich die Arbeit in der Verwaltung, so Nico Zehmke.

Entwicklung in den Dörfern soll vorangehen

Amtsdirektor Frank Stege (CDU) verwies darauf, dass auch in den Dörfern des Amtes Projekte anstehen. Eines davon, der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Menz, war ebenfalls Thema in der Sitzung am Montag. 1,12 Millionen Euro sind dafür veranschlagt, zurzeit läuft das Bauantragsverfahren. Im Herbst könnte der Bau beginnen und im November 2019 beendet sein.

Nicht alle Vorhaben können gleichzeitig in die Tat umgesetzt werden, dafür reichen weder das Geld noch die Kapazitäten der Verwaltung aus. „Deshalb ist es wichtig, Prioritäten zu setzen“, sagte der Amtsdirektor und verwies auf die vom Ausschuss beschlossene Liste.

Mario Gruschinske (SPD) schlug vor, solche Informationen mehr öffentlich bekannt zu machen. Dies sei eine Aufgabe für den im Amt neu geschaffenen Bereich Kommunikation.

Von Martina Burghardt

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