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Große Sorge wegen Klärschlamm vor der Stadt

Fürstenberg Große Sorge wegen Klärschlamm vor der Stadt

Die Fürstenberger Stadtverordneten wollen beim Thema Klärschlamm den politischen Druck erhöhen und verhindern, dass auf den Feldern vor den Toren der Stadt möglicherweise Stoffe gelagert werden, die dort nicht hingehören.

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Beim Thema Klärschlamm sind die Fürstenberger Stadtverordneten wachsam.

Quelle: Gertraud Behrendt

Fürstenberg. Die Fürstenberger Stadtverordneten wollen beim Thema Klärschlamm vor allem Eines: wachsam bleiben. Ein erstes Signal setzten die Kommunalpolitiker jetzt mit der Untersuchung einiger selbst genommener Proben von den Feldern vor den Toren der Stadt. Abgeordnete der CDU-Fraktion und der Grünen-Politiker Tilman Kunowski haben Geld zusammengelegt, um eine Fuhre Klärschlamm untersuchen lassen zu können. Das habe rund 500 Euro gekostet, wie sie bei der jüngsten Versammlung des Gremiums erklärten.

Die Analyse habe zunächst einmal bestätigt, dass es sich wirklich um Klärschlamm handelt. Ein grober Rechtsverstoß sei anhand der Ergebnisse nicht erkennbar. Allerdings blieben Fragen offen. Zudem lieferten die Probenergebnisse Ansätze für eine tiefergehende Untersuchung, heißt es. Ob es sich dabei um grobe Abweichungen von zulässigen Inhaltsstoffen handelt, wurde nicht näher beschrieben. Aber auch aus einem Gutachten des Landkreises, dem ebenfalls Proben zugeschickt worden sind, gehe hervor, dass weitere Untersuchungen angeraten seien.

Für eine umfassende Analyse, bei der auch nach speziellen Stoffen gesucht wird, hätten die Abgeordneten deutlich mehr Geld ausgeben müssen. Eine Summe von rund 2000 Euro wäre dafür notwendig. Die Stadtverordneten um Tilman Kunowski und Olaf Bechert (CDU) hoffen nun auf die Unterstützung der Kommune. In dieser Woche soll es dazu ein Gespräch mit Bürgermeister Robert Philipp geben.

Für ein aussagekräftiges und auch rechtssicheres Gutachten ist nach dem Wissen von Ralf Lunkenheimer, Werkleiter des Abwasserbetriebes der Stadt, eine lückenlose Dokumentation erforderlich. Es müsse nachvollziehbar sein, wann und wo die Stichproben genommen worden sind. Zudem müssten bestimmte Mengen aufgenommen werden. Zumindest einer Ordnungswidrigkeit komme nach Ansicht der beteiligten Stadtverordneten die wochenlange Lagerung des Klärschlamms auf einem Feld an der L 214 gleich. Auch hätte der Klärschlamm dort, wo er gelagert wurde, ausgebracht werden müssen. In diesem konkreten Fall diente die Zwischenstation aber lediglich als Lagerplatz, bevor der Schlamm weiter transportiert wurde. Nach der Klärschlammverordnung ist das problematisch.

Auf einer Fläche von rund 200 Hektar soll nach Angaben der Abgeordneten Klärschlamm ausgebracht werden – dabei handele es sich vorwiegend um Importe aus anderen Regionen. Mit ihrer Aktion wollen die Stadtverordneten zeigen, dass sie diese Unternehmung wachsam begleiten werden. Angetrieben sind sie von der Sorge, dass über den Klärschlamm Fremdstoffe in den Boden und dann auch ins Grundwasser der Fürstenberger Region gelangen könnten – ohne, dass es irgendjemand kontrolliert.

Von Cindy Lüderitz

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