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Gransee Sozialarbeit an Grundschulen beschlossen
Lokales Oberhavel Gransee Sozialarbeit an Grundschulen beschlossen
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12:18 12.09.2018
Grundschule Theodor-Fontane Menz. Quelle: Martina Burghardt
Gransee

 Das bereits im Schul- und Kitaausschuss ausführlich besprochene Thema Schulsozialarbeit an Grundschulen wurde nun auch im Amtsausschuss diskutiert. Die Stundenzahl für die drei angestellten Jugendarbeiter wird aufgestockt, so dass in der Stadtschule Gransee und in der Theodor-Fontane-Schule Menz ab Oktober an drei Tagen in der Woche je ein Sozialarbeiter vor Ort ist. Der Beschluss fiel einstimmig dafür aus.

Verhaltensauffälligkeiten und Förderbedarf

Schon lange beschäftige man sich damit, sagte Fachbereichsleiter Wolfgang Schwericke. In jeder Klasse der beiden Grundschulen werden mindestens ein, meist mehr verhaltensauffällige Schüler unterrichtet. Außerdem haben etliche Schüler Förderbedarf. Bemühungen, vom Land Unterstützung zu bekommen, hätten nichts gebracht. Das jetzt vorgestellte Modell sei in allen Einzelheiten mit den Pädagogen abgestimmt worden, hieß es.

Das Land soll trotzdem seine Pflicht erfüllen

Es sei ein erster, guter Schritt, sagte Thomas Bechert (Die Linke), Vorsitzender des Schul- und Kitaausschusses, zu der Entscheidung für Sozialarbeit an Grundschulen. „Das Land soll sich nicht zurücklehnen“, mahnte er jedoch an. Wolfgang Kielblock fand schärfere Worte. „Lehrer sollen schwächere und stärkere Schüler fördern, das ist fast unmöglich.“ Er sagte, es müssten mindestens in einigen Stunden zwei Lehrer anwesend sein. An den Grundschulen sollten schließlich Grundlagen gelegt werden für die weitere Entwicklung der Kinder. „Die Förderschulen einzustampfen, war die größte Schweinerei“, schimpfte er. „Das Land muss anständig was auf die Finger bekommen.“

Granseer Lösung mit Modellcharakter

Mario Gruschinske (SPD), begrüßte die Einführung der Sozialarbeit. „Diese Lösung, die wir für uns gefunden haben, könnte Modellcharakter haben“, sagte er. Denn die Kombination der Betreuung in der Schule und während der Freizeit, wie sie nun mit dem Einsatz der Jugendbetreuer als Sozialarbeiter gewährleistet wird, sei Gold wert. „Diese Synergie sollten wir aufrecht erhalten, selbst wenn das Land irgendwann in die Verantwortung gehen sollte.“

Von Martina Burghardt

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