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Gransee Seit 25 Jahren Friseurmeisterin
Lokales Oberhavel Gransee Seit 25 Jahren Friseurmeisterin
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17:45 29.01.2019
Heidemarie Schünke mit ihrer Meisterurkunde in ihrem Salon in der Rudolf-Breitscheid-Straße 22 in Gransee. Quelle: Martina Burghardt
Gransee

 Einen anderen Beruf konnte sich Heidemarie Schünke nie vorstellen. „Es war mein innigster Wunsch, Friseurin zu werden“, sagt sie. Hartnäckig blieb sie dran, obwohl die einzige Lehrstelle bereits vergeben war. Für sie wurde damals, 1986, eine geschaffen.

An der Liebe zum Beruf hat sich seitdem nichts geändert. Vor genau 25 Jahren bekam Heidi Schünke ihren Meisterbrief. Groß gefeiert hat sie aber schon vor zwei Jahren. Das eigene Geschäft eröffnete sie nämlich 1992, damals mit einer Ausnahmegenehmigung, weil sie den Meisterlehrgang bereits begonnen hatte – neben der Arbeit und mit einem kleinen Kind. Manchmal wundert sie sich doch, wie das alles zu schaffen war.

Mit Talent überzeugt

„Ein Geschäft zu eröffnen ist leicht. Schwerer ist, es geöffnet zu halten“ – das chinesische Sprichwort drückt aus, was die 48-Jährige in den vergangenen 27 Jahren selbst erlebt hat. Bereits die Ausbildung stellte Heidi Schünke vor eine große Herausforderung. Damit sie die Lehre überhaupt antreten durfte, musste sie den Salon in Grieben übernehmen. Offenbar konnte sie mit ihrem Talent schon damals überzeugen. Mit der damaligen Lehrmeisterin Renate Mrosek ist Heidi Schünke bis heute freundschaftlich verbunden. „Der Höhepunkt waren 16 Dauerwellen am Tag. Sie schnitt und wickelte, ich musste föhnen“, erinnert sie sich.

1992 eröffnete Heidi Schünke ihren Salon in Gransee. Das Gebäude wurde später saniert. Quelle: Martina Burghardt

1991 war erst einmal Schluss, die Mitarbeiterinnen des Dienstleistungsbetriebes wurden entlassen. Von der Idee, sich selbstständig zu machen und das Haus in der Rudolf-Breitscheid-Straße Gransee zu kaufen, waren ihre Kolleginnen anfangs begeistert, zweifelten dann aber doch. Heidi Schünke nicht. 1992 wurde Eröffnung gefeiert, 1995 kam ein zweiter Salon in Oranienburg hinzu, den die Unternehmerin voriges Jahr wieder aufgab.

24 Auszubildende begleitet

Heute hat sie sechs Mitarbeiter, bildete als Meisterin insgesamt 24 Friseurinnen aus, manchmal fünf gleichzeitig. 2010 startete sie den Versuch, mit einer Außenstelle höchste Qualität in moderner Umgebung anzubieten. Das Vorhaben scheiterte. „Es fehlte an Mitarbeitern, und die Zeit ist zu schnelllebig“, so Heidi Schünke, die trotz solcher Rückschläge nie ans Aufgeben gedacht hat.

„Ehrgeiz, Esprit und Leidenschaft“ sind für Heidi Schünke die Eigenschaften, die jemand braucht, um als Selbstständiger erfolgreich zu sein. Sie selbst freut sich jeden Tag auf ihre Arbeit, darauf, „Leute zu verschönern“. Und es gibt noch einen Leitspruch, der sie während ihres Berufslebens begleitet hat: „Stillstand heißt Rückstand.“ Regelmäßig absolvieren sie und ihre Mitarbeiter Weiterbildungen. „Ich möchte vorankommen mit meinem Team“, so die Meisterin.

Von der Familie unterstützt

Heidi Schünke würde sich wünschen, dass sich mehr Leute über ihr Äußeres Gedanken machen und dass ihr Beruf – „der schönste der Welt“ – mehr wertgeschätzt wird. Die Anerkennung bekommt sie auf jeden Fall von ihrer Familie – von ihrem Mann, mit dem sie seit 1985 verheiratet ist und der sie immer unterstützt hat, und von ihrem 30-jährigen Sohn.

Von Martina Burghardt

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