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Gransee Weihnachtliches Klatschafé
Lokales Oberhavel Gransee Weihnachtliches Klatschafé
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18:42 03.12.2018
Beim Klatschcafé der Bibliothek Gransee las und erzählte Bernd Donner heitere Geschichten Quelle: Martina Burghardt
Gransee

 Schon einmal hat Bernd Donner in der Bibliothek Gransee aus seinen Geschichten vorgelesen. Das fand wohl Gefallen, denn an der langen Kaffeetafel, die im monatlichen Klatschcafé natürlich nicht fehlen darf, wurden am Montagnachmittag sogar die Plätze knapp. Der Lehrer und Autor aus Heinrichsfelde bei Rheinsberg hatte Weihnachtsgeschichten mitgebracht und räumte eingangs mit dem Vorurteil auf, das Klatschen sei den Frauen vorbehalten. Er erlebe selbst Männer, die viel Zeit mit Klatsch und Tratsch verbringen würden, verkündete der 76-Jährige und hatte seine 30 Zuhörerinnen augenblicklich für sich eingenommen.

Kein Platz blieb frei beim Klatschcafe mit Bernd Donner in der Bibliothek Gransee Quelle: Martina Burghardt

Was Bernd Donner vortrug, waren Geschichten aus dem Leben, vornehmlich inspiriert aus eigenem Erleben. Eine „Verpflichtung“ sie zu verfassen, habe er sich auferlegen lassen, als seine Großfamilie mit brandenburgischen und sächsischen Wurzeln und entsprechend unterschiedlichen religiösen Auffassungen eine Tradition ins Leben rief: „Jedes Jahr wird nach der Art eines anderen Landes gefeiert“, erklärte er dem Publikum. Und so blieb es nicht allein beim Vorlesen und Zuhören. Bernd Donner würzte die Lesung mit Geschichten, in denen er von seiner Familie berichtete. Vom Bruder zum Beispiel, der sich aus einem Kinderbuch ein leider nicht so ganz passendes Gedicht für den Weihnachtsmann ausgesucht hatte, das mit der Zeile „Du armes Schwein“ beginnt.

Frisch aus dem Computer

Wie man Bücher verschenkt, kann schon zu einer Wissenschaft ausarten, erst recht bei einem, der selbst schreibt. Und dass ein reger geistiger Austausch bereits ein Fest sein kann, glaubt man Bernd Donner aufs Wort. Mit den Worten „die ist noch ganz warm, heute aus dem Computer“, kommentierte er seine Weihnachtsgeschichte, die sich mit der Statistik von festlichen Bräuchen, unter anderem dem Genuss der Weihnachtsgans, beschäftigte.

Fontane mit dabei

Selbstverständlich kam auch Theodor Fontane vor im Klatschcafé Gransee. Über Köpernitz, Neu-Köpernitz und Heinrichsfelde – Gemeindeteile von Heinrichsdorf, seinem Wohnort –, hat Bernd Donner ausführlich geforscht. Er ist zudem der Fördervereinsvorsitzende des Gutshauses Köpernitz, das einst der Dichter besucht und in seinen Wanderungen erwähnt hat.

Liedersammlung im Original

Vieles, was der Autor erzählte oder vorlas, rief Schmunzeln oder Kopfnicken bei seinen Zuhörerinnen hervor. Neu für die meisten war sicher, was es mit dem bekanntesten und beliebtesten Weihnachtslied „O Tannenbaum“ auf sich hat. Das ursprüngliche Gedicht, das von der Unbeständigkeit und Untreue eines Mädchens handelte, ist Teil der Liedersammlung von August Zarnack (1777–1827). Es erschien 1820 in seiner Sammlung „Deutsche Volkslieder mit Volksweisen für Volksschulen“. Ein Original-Exemplar hat sich Bernd Donner gesichert.

Von Martina Burghardt

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