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Hotellerie im Schloss

Zehdenick Hotellerie im Schloss

Unter dem neuen Namen „Schloss Zehdenick“ ist das größte Hotel der Havelstadt wieder am Markt und trotz turbulenter Vorsaison gut durch den Sommer gekommen. Seit Mai dieses Jahres wird das Haus mit 17 Zimmern und Suiten von Dennis Waffler geleitet. Für den 25-Jährigen ist es die erste Station im Tourismusgewerbe. Lange Zeit war nicht klar, wie es mit dem Betrieb auf der Halbinsel weitergeht. Zum Jahreswechsel hatten die vorherigen Pächter überraschend gekündigt.

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Neues Team, neuer Name: Hotelchef Dennis Waffler und Hotelfachfrau Maria Kedzierski vor dem Schloss Zehdenick.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. Für einen Kaltstart, sagt Dennis Waffler, war die Saison schon ziemlich gut. Vor allem an den Wochenenden gab es viele Gäste im Schloss Zehdenick, seit Juli herrscht ohnehin Hochbetrieb. Seit Mai dieses Jahres ist der 25-Jährige Hotelchef auf der Halbinsel. Viel Zeit, um sich auf diese Rolle vorzubereiten, hatte er nicht. Nachdem die vorherigen Pächter, ein Ehepaar aus Holland, um den Jahreswechsel überraschend die Schlüssel zurückgaben, suchte Eigentümer Ingo Waffler lange nach einem Nachfolger. Bewerber gab es, aber niemanden, der so recht zu passen schien zu dem historischen Haus. Dennis Waffler arbeitete nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann und einem Betriebswirtschaftsstudium zunächst im väterlichen Betrieb mit. „Die Idee, etwas Eigenes zu machen, gefiel mir immer mehr“, sagt er rückblickend über die Entscheidung, das Hotel zu übernehmen. Die Suche nach Mitarbeitern war so kurz vor dem Saisonstart nicht einfach. Einen Koch fand er nicht mehr, weshalb Gäste auf die Gastronomie im Kellergewölbe vorerst verzichten müssen – nicht aber auf Frühstück oder Catering bei Veranstaltungen. Mit Maria Kedzierski hat Dennis Waffler dafür eine Fachfrau zurückgeholt, die den Hotelbetrieb schon einmal geleitet hat, das Haus und Stammgäste also gut kennt. Kedzierski arbeitete für die JM Living & Entertainment GmbH, wechselte nach deren Abschied von Zehdenick nach Rheinsberg und wäre dort vermutlich auch geblieben, wenn sie nicht von dem Stellenangebot aus dem früheren Havelschloss gehört hätte. Jetzt ist sie die rechte Hand von Dennis Waffler. Über die Namensänderung ist der junge Chef nicht unglücklich. „Schloss Zehdenick wird vielleicht doch eher gesucht als Havelschloss. Man findet uns auf jeden Fall“, sagt er. Den traditionsreichen Namen Havelschloss konnte er für seine Firma nicht verwenden, da die gleichlautende GmbH der ehemaligen Pächter noch existiert. „Also haben wir es kurz Schloss Zehdenick genannt.“

Die Gäste der Saison waren international: Italiener, Franzosen, Österreicher. Insgesamt viele Fahrradfahrer, die mal eine oder auch zwei Nächte blieben, Ausflügler, die ein verlängertes Wochenende buchen. Eine Ausnahme bildete da schon ein Pärchen, das volle zwei Wochen blieb. 17 Zimmer werden im Schloss angeboten, von etwas kleiner bis zur Suite. Neben dem Hotelbetrieb sorgen Veranstaltungsscheune und die Außenstelle des Standesamtes für Gäste. Die Schließzeit der Gaststätte möchte Dennis Waffler mit anderen Angeboten überbrücken. So denkt er beispielsweise daran, eine Cocktailbar im Keller zu eröffnen und den Frühstücksservice auch für Nicht-Gäste zu erweitern. Auch Events könnte er sich gut in dem Ambiente vorstellen. „Das Haus hat sehr viel Potenzial“, sagt er über sein Schlosshotel.

Von Cindy Lüderitz

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