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Kakao kommt nicht aus Schokoladenkuh

Griebener Kinder lernen Neues Kakao kommt nicht aus Schokoladenkuh

Täglich wird der Kakao wie selbstverständlich getrunken. Aber wo kommt er her? Warum schmeckt er manchmal bitter und manchmal süß? Was kann man mit ihm alles machen? Diese Fragen und manch andere konnten gestern geklärt werden.

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Dirk Struckl (hinten) erklärte, wie der Kakao vom Baum ins Glas kommt.
 

Quelle: STEFAN BLUMBERG

Grieben.  Da sagten selbst die Erzieherinnen: „Das habe ich nicht gewusst.“ Obwohl die Lehrstunde zum Thema Kakao eher für die Kinder der Kita Grieben gedacht war, wissen nun auch die Erwachsenen, wo der Kakao wächst, wie er nach Europa kommt und das er nicht immer lecker schmeckt. Dirk Struckl ist der Papa von Emelie Balszuweit, die die Griebener Kindertagesstätte Regenbogen besucht. Er ist bei dem Kakaoverarbeitungsbetrieb Euromar in Fehrbellin angestellt und stattete den Mädchen und Jungen am Donnerstag gemeinsam mit dem Personalleiter der Firma, Frank Tredup-von Waaden, einen Besuch ab, um sie in die Geheimnisse des Kakaos einzuweihen. „Wie sieht Kakao denn aus“, wollte Dirk Struckl wissen. „Weiß, schwarz, braun“ – die Antworten fielen vielfältig aus. Die nächste Frage: „Woher kommt der Kakao? „Aus der Schokoladenkuh.“ Dass dem nicht so ist, konnte der Experte erklären. Die Kakaobäume wachsen in Äquatornähe, also dort, wo es sehr warm ist: Westafrika, Indonesien, Brasilien und Ecuador sind große Anbaugebiete. „Die Frucht wächst am Stamm eines nur drei, vier Meter hohen Baumes. Von dort wird sie mit einem großen Messer entfernt“, sagt Dirk Struckl. Die in der Frucht befindlichen Bohnen müssen getrocknet werden und kommen per Schiff nach Europa, also auch nach Deutschland. Hier – zum Beispiel in Fehrbellin – werden sie weiterverarbeitet. Dabei lernten die Kinder, dass nach dem Auspressen der Bohnen eine Flüssigmasse und der Kakaokuchen (aus ihm wird Kakaopulver gemacht) übrig bleibt.

Die beiden Experten brachten den Kindern Kakao in verschiedenen Entwicklungsstufen mit – zum Riechen oder Kosten. „Das schmeckt wie Matschepampe“, sagte Julian und verzog das Gesicht, als er sein bitteres Pulver mit der Milch verrührte. Was fehlte, war der Zucker. Der wurde anschließend dazu gemischt. Die nächste Kostprobe war schon viel besser. „Hmmm, lecker“, sagten die Kinder fast im Chor.

Am Donnerstag brachten die Euromar-Mitarbeiter Tütchen und Gläschen mit, in denen Kakao-Proben enthalten waren. Ansonsten wird die Flüssigmasse als 25-Tonnen-Fracht zu Geschäftspartnern gebracht, bei Kakaokuchen oder -pulver sind’s 24 Tonnen.

Apropos bringen: Die Herren spendierten den Kindern bei ihrem Besuch 17 neue Yogamatten. Als Gegenleistung konnten sich die Kakao-Experten einige Übungen der Mädchen und Jungen auf den neuen Unterlagen ansehen.

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Zwei Experten der Firma Euromar aus Fehrbellin weihten die Mädchen und Jungen in die Geheimnisse des Kakaos ein.

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Von Stefan Blumberg

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