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Gransee Amüsantes Auswärtsspiel
Lokales Oberhavel Gransee Amüsantes Auswärtsspiel
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19:00 31.01.2016
Rot-weiße Schunkelrunde bei bester Stimmung in Burgwall.
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Burgwall

„Rakete zünden“ ist ein Spezialausdruck, den wohl nur kennt, wer Mitglied des Marienthaler Karneval-Clubs ist oder mindestens eine der knackigen Festsitzungen miterlebt hat: während Unkundige darauf warten, dass irgendwo die Zündschnur abbrennt und Konfetti aus der Dose geschossen kommt, gibt in Wirklichkeit der Elferrat das Kommando und im Saal klatschen alle in die Hände oder trommeln auf und unter den Tischen. Ein kollektiver Pausentusch zum Durchatmen.

Mehrmals ging das so am Sonnabend bei der vierten Vorstellung der Jecken vom Wentowsee im befreundeten Burgwall. Seit vielen Jahren schon bringen die lustigen Nachbarn ihr Programm im Gasthaus „Zur Fähre“ auf der Bühne unter. Und das Publikum dankt es ihnen mit zahlreichem Erscheinen in kunterbunter Verkleidung. Vereinschefin Sabine Teichler freute sich über die große Resonanz – gute Stimmung und Applaus geben „Puste“ für die lange Saison. Der FCK reizt die fünfte Jahreszeit nach intensiven Proben komplett aus. Sechs Veranstaltungen bestreiten die 50 Mitglieder des 1972 gegründeten Vereins. Weil Aschermittwoch dieses Jahr zeitig ist, gibt es am Samstag danach einen Schlafmützen-Ball als Zugabe. Diese Show ist allerdings längst ausverkauft. Restkarten sind nur noch für die Sause am 6. Februar zu haben – dann zu Hause im „Marienthaler“.

Voller Körpereinsatz für Karneval. Quelle: Cindy Lüderitz

Die Zuschauer können sich auf zweieinhalb Stunden Unterhaltung freuen. Ob Büttenrede oder Bauarbeiter-Tango, Putzgeschwader oder Party-Polka, die Marienthaler feuern Spaß aus allen Rohren und überraschen sich zur Generalprobe immer gegenseitig mit ihren Einfällen. „Bis dahin wissen auch wir nicht, was die einzelnen Gruppen einstudiert haben. Das ist immer eine schöne Überraschung“, sagte Sabine Teichler, bevor sie ihren Platz im Elferrat wieder räumen musste, um mit der Damenrunde übers Parkett zu fegen oder ein Albano-und-Romina-Power-Duett in die Runde zu schmettern. Familie Feuerstein ging musikalisch deutlich robuster zu Werke. Die Zeile: „Ja, dann nehm ich die Keule und verpasse ihm eine Beule“, wurde vorübergehend zur Saal-Hymne.

Schön anzusehen: das Frauenballett mit hinreißender Körperhaltung. Quelle: Cindy Lüderitz

Tränen lachte das Publikum beim Anbändeln von Hase und Häsin, die sich kurz vor dem Osterfest ein hinreißendes Hoppeldihopp und eine Lehrstunde über zwischenmenschliche Gelüste lieferten – der hormonelle Bewegungsdrang soll zum Karneval immer Hochzeit haben. Auch die Schülergespräche, die ungeniert über das private Dorfgeschehen informierten, über Ärzte, betrunkene Nachbarsjungen und den Pfarrer, waren höchst amüsant. Burgwalls Ortsvorsteher Ernst Kunter hatte sich für den Abend die bayerischen Lederhosen übergezogen und köstlich gelacht. „Schön, dass es das immer noch gibt. Hat sich gelohnt“, sagte er.

Putzgeschwader mit Besen-Polka Quelle: Cindy Lüderitz
Der Marienthaler „Frauenchor“. Quelle: Cindy Lüderitz

Von Cindy Lüderitz

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