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Gransee Künstler freut sich auf Besucher
Lokales Oberhavel Gransee Künstler freut sich auf Besucher
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02:18 19.05.2018
Im Kloster arbeitet Gästeführer und Künstler Andreas Uckert an einem Altarbild. Quelle: Martina Burghardt
Gransee

Die Franziskaner waren ein illustres Völkchen – so erzählt es Andreas Uckert, der sich nicht nur in deren Geschichte auskennt und selbst Mitglied der ökumenisch-franziskanischen Bruderschaft ist, sondern sein Wissen darüber auch gern weitergibt.

Seit April steht die Tür des Franziskanerklosters Gransee wieder täglich offen. Besucher sind willkommen und werden dort von Andreas Uckert empfangen. Seine graue Mönchskutte ist selbst geschneidert. Das unterstreicht noch die Ähnlichkeit mit dem Schauspieler Sean Connery, vor allem in dessen Rolle in dem Film „Der Name der Rose“. Interessante Begegnungen und Gespräche hat ihm das schon eingebracht, erst kürzlich mit Kulturministerin Martina Münch, die er nach Gransee eingeladen hatte.

Wer die lange leer stehenden und eher notdürftig hergerichteten Räume des alten Klosters betritt, findet Andreas Uckert wahrscheinlich an seiner Staffelei, wo gerade ein Altarbild auf Holz entsteht. Andreas Uckert ist Künstler, er hat Werke bekannter Maler kopiert und es als Kunstfälscher selbst zu einiger Berühmtheit gebracht. Mit passenden Utensilien hat er im Kloster eine kleine Lebenswelt der Franziskaner geschaffen – so gibt es immer einen Anknüpfungspunkt für eine Unterhaltung mit den Besuchern. Dass er 1,30 Euro pro Stunde für seinen Aufwand als Gästebetreuer bekommt, sieht er gelassen. „Für einen Franziskaner gehört sich das so.“

Gern zeigt Andreas Uckert den Klostergarten, in dem Aurelia Scholz die Regie führt. An schönen Tagen lässt man sich dort gern für ein Weilchen nieder. Während die Störche auf dem Klosterdach brüten, gibt es einiges zu erzählen über das Leben der Mönche. Sogar einen Glockenturm hat Andreas Uckert im Garten aufgestellt. Die Glocke würde er gern durch eine größere ersetzen. Vielleicht hat ja jemand eine übrig und spendet sie dem Kloster. „Mein Wunsch wäre, dass die Glocke zum Mittagsgebet läutet, so wie die Kirchen in der Nachbarschaft“, sagt Andreas Uckert. An Ideen, wie der Ort mit mehr Leben erfüllt werden könnte, mangelt es ihm nicht. Gregorianische Gesänge, ein Video, ein Beichtstuhl, schaurige Überraschungen im Weinkeller – das alles soll die Klosteratmosphäre unterstreichen.

„Er tut der Stadt damit einen großen Gefallen“, sagt Bürgermeister Mario Gruschinske (SPD). Denn insgesamt gesehen müsse Gransee touristisch besser vermarktet werden. „Das Kloster ist ein zentraler Ort mit viel Potenzial“, so Mario Gruschinske.

Die Neugestaltung des Klosterensembles rückt immer näher. Die in einem Architektenwettbewerb favorisierten Entwürfe werden derzeit nach den Vorstellungen der Stadt überarbeitet. „Es ist eine große Investition, deshalb sollen unbedingt die Bürgermeinungen berücksichtigt werden“, so der Bürgermeister. Auf jeden Fall wolle man die „historische Schönheit“ des Klosters bewahren. Das Gebäudeensemble mit dem Klausurflügel des Klosters und der ehemaligen Schule sollen miteinander verbunden und zu einem Kulturzentrum ausgebaut werden.

Die Türen des Klosters stehen montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr offen, sonnabends von 10 bis 14 Uhr.

Von Martina Burghardt

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