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Kutscherführerschein für Profis

Ungewöhnlicher Unterricht in Menz Kutscherführerschein für Profis

Ein paar Wochen lang setzten sich Pferdesportler auf die Schulbank um für eine eher ungewöhnliche Prüfung zu büffeln. Sie haben diese Herausforderung mit Bravour gemeistert.

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Ihre Fahrprüfung bestanden

Menz. Ein ungewöhnlicher Ort und eine beruflich bemerkenswerte Gruppe machten die Gespannfahrprüfung am Sonntag zu etwas Besonderem. Auf dem Reiterhof Borchert, den Landes-Kaderreiter Max Hilmar bundesweit bekannt machte, war am Wochenende nicht Hindernisspringen, sondern ein top organisiertes Fahren angesagt. 17 Pferdefreaks legten nach intensivem, über zweimonatigem Training die erste Gespann-Fahrprüfung ihres Lebens ab. Kurios zeigte sich dabei, dass fast alle Teilnehmer seit Jahren, zum Teil schon von Kindesbeinen an, als Kutscher Leinen und Pferde auf dem Acker und der Straße fest in den Händen halten. Darunter Ortvorsteher wie Michael Grüber aus Teschendorf, der die Prüfung mit Note „Eins“ bestand, oder Karl-Heinz Wacker aus Grüneberg, der Kraatzer Agrar GmbH Chef Andreas Schmidt, Turnierveranstalter Burkhard Kersten aus Wesenberg, aber ebenso Anne Müller, die in Oberhavel sehr gefragt Rheinsberger Tierärztin. Selbst die Chefs des Menzer Reiterhofes, Andreas und Edda Bochert, wie auch Tochter Andrea gehörten zur eifrigen, wissbegierigen Lehrgansschar. Nur Max Hilmar zieht weiter den Sattel vor. „Ich habe jedoch sehr viel gelernt, weil ich stets beim Abspannen helfen musste“, äußerte der Springstar. Seit Januar trafen sich jeden Dienstagnachmittag die 17 Hobbykutscher aus Oberhavel und der Rheinsberger Ecke bei Borcherts, um sich vom Neustrelitzer Pferdezüchter und Gespann-Experten Uwe Freese in die Geheimnisse des risikolosen und pferdefreundlichen Kutschierens einweihen zu lassen. Er unterrichtete nach dem in Pferdekreisen berühmten Benno von Achenbach, der ein pferdeschonendes, zweckmäßiges und sicheres Fahrsystem mit standarisierter Ausstattung entwickelte und dafür von Wilhelm II. geadelt wurde.

Die mehr als erwachsenen Gespann-Begeisterten waren angetreten, um hinzu zu lernen und um versicherungsrechtlich bei eventuellen Unfällen im Straßenverkehr geschützt zu sein. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Gespanne ohne eine Fahrerlaubnis auf Verkehrsstraßen unterwegs sein. Die Versicherungen hingegen rücken ohne Fahrprüfungsbeleg keinen Schadensersatz heraus. In Dollgow ging es bei einem Lehrgang mit der bekannten Distanztrainerin Sian Griffith ebenfalls um sicheres, gekonntes Lenken des Partner Pferd.

Von Margot Schöning

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