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Leerstand bedeutet Verfall

Forstmuseum in Fürstenberg Leerstand bedeutet Verfall

Mit dem ehemaligen Forstmuseums in der Rathenaustraße gibt es in Fürstenberg ein attraktive Immobilie. Trotzdem steht das Gebäude seit Jahren leer. Die Stadtverordneten diskutieren über eine mögliche Nachnutzung als Gemeindezentrum – für die Kommune würde das Folgekosten bedeuten.

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Das ehemalige Forstmuseum steht leer.

Quelle: Foto: Helmut vielitz

Fürstenberg. Wenn es nach dem Willen einiger Fürstenberger ginge, würde das Gebäude des ehemaligen Forstmuseums in der Rathenaustraße in Zukunft als Gemeindezentrum genutzt werden. Das war in der Vergangenheit immer wieder in Sitzungen der Stadtverordneten gefordert worden, jetzt stand das Thema im Sozialausschuss zur Diskussion. Einige Ausschuss-Mitglieder befürworteten, dass die über mehrere Jahre leerstehenden Räumlichkeiten als Treffpunkt für Fürstenberger und Gäste entwickelt wird. Sie könnten sich hier neben einem Tagungsort durchaus Kursangebote, Ausstellungen und weitere kreative Angebote vorstellen. Laut Jürgen Appel (Die Linke) wäre das Gebäude aufgrund seiner baulichen Voraussetzungen auch für Menschen mit Behinderungen nutzbar. Er und andere Bürger haben es nämlich schwer, über die Treppen in den Sitzungssaal des Rathauses zu gelangen. Appel plädierte dafür, dass Gebäude nicht verfallen zu lassen oder gar zu verkaufen, sondern es unter anderem als Gemeindesaal zu nutzen: „Wir brauchen für Sitzungen etwas Kulturvolles und das ist im Foyer der Mehrzweckhalle nicht gegeben“.

Aus Sicht der Verwaltung müsse sich jeder darüber im Klaren sein, dass die Betreibung des Forstmuseums durch die Stadt eine Reihe an Kosten nach sich ziehe – von Betriebskosten bis Personalkosten. Wenn es um Veranstaltungen für behinderte Menschen geht, könne problemlos das Foyer der Mehrzweckhalle genutzt werden, denn das ist behindertengerecht ausgebaut. Nicht teilen wollte Carola Hoheisel die Auffassung, dass derzeit Vereine ohne Bleibe da stünden: die Mehrheit verfüge über eigene Räumlichkeiten.

Lothar Kliesch (SPD) hob hervor, dass die Stadt attraktive Räume und „nicht irgendwelche Butzen“ für kreative Menschen benötige, die neu nach Fürstenberg ziehen. Er könne sich im Forstmuseum ein Bürgerhaus gut vorstellen, denn Stillstand bedeutet den Verfall. In Bezug auf den Turnhallenneubau am Berliner Berg erinnerte er daran, dass dieser vom Wirtschaftsministerium als „Veranstaltungshalle“ gefördert worden sei. Veranstaltungen fänden bis auf Ausnahmen dort jedoch nicht statt. Laut Susanne Kornetzky (CDU) müsse zuerst in Erfahrung gebracht werden, ob es überhaupt einen Bedarf von Leuten gäbe, die das Gebäude nutzen wollen. Dem schloss sich Altthymens Ortsvorsteher und Stadtverordneter Manfred Saborowski (Die Linke) vorbehaltlos an. Im dem Fürstenberger Ortsteil gibt es ein Gemeindezentrum und dessen Auslastung sei ein großes Problem. Der Ausschuss-Vorsitzende Gregor Klos (Allianz für Fürstenberg und Ortsteile) brachte es abschließend auf den Punkt. „Die breite Mehrheit vom Sozialausschuss hat den festen Willen, dem Gebäude wieder Leben einzuhauchen“.

Von Helmut Vielitz

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