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Gransee Lenin-Relief gesichert
Lokales Oberhavel Gransee Lenin-Relief gesichert
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10:59 02.06.2017
Die Lenin-Figur war Teil einer kompletten Reliefwand, die in Vogelsang den Schutz des Vaterlandes durch die Streitkräfte der UdSSR aufzeigte. Quelle: Foto: Heimatgalerie
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Vogelsang

Viel wird von der ehemaligen Garnison Vogelsang nach Abschluss der Konversionsmaßnahme nicht übrig bleiben. Zumindest aber das Lenin-Relief vom ehemaligen Kulturhaus des Armeedorfes ist jetzt gesichert worden und hat im Museum „Roter Stern“ in Wünsdorf einen neuen Platz erhalten.

Der Hobbyhistoriker Mario Hoffmann organisierte Sicherung und Transport der geschichtsträchtigen Figur. Ganz behutsam musste das Relief geborgen und umgesetzt werden. Nach 20 Jahren in der Witterung wirkte es stellenweise brüchig, ist laut Hoffmann aber heile in Wünsdorf angekommen. Im Museum soll es restauriert und in die kommende Ausstellung „100 Jahre Oktoberrevolution“ integriert werden.

Mario Hoffmann ist erleichtert, dass wieder ein Stück Geschichte gerettet ist, bevor die Abrissbagger auch den letzten Stein in Vogelsang umgestoßen haben. „Vieles, das ich hätte retten wollen, ist leider schon verschwunden. In diesem Teil der ehemaligen Garnison ist der Rückbau aber noch nicht vollzogen worden. Reines Glück, dass wir noch rechtzeitig handeln konnten“, so Hoffmann. Lenin war Teil einer Reliefwand, die den Schutz des Vaterlandes durch die Streitkräfte der UdSSR aufzeigte und die linke Seite des Kulturhauses flankierte. Rechts vom Eingang gab es einen Panzersoldaten, der ebenfalls erhalten ist. „Der war gewählt worden, weil in Vogelsang der Stab und ein Regiment der 25. Panzerdivision untergebracht waren. Da liegt diese Symbolik auf der Hand“, so Hoffmann.

Vogelsang gehörte mit einer Fläche von 68 Quadratkilometern neben Jüterbog und Wünsdorf zu den größten sowjetischen Garnisonsstandorten in der DDR. Es war ein Neubaustandort, für den im Frühjahr 1949 an die 1470 Hektar Wald gerodet wurden. Weitere 1800 Hektar folgten im November. Das Militärobjekt verfügte über eine eigene Bäckerei, über Klärwerke, Wäscherei, Sauna, Kultur- und Sporteinrichtungen.

Seit 2004 wurden mehrere Baufelder auf dem ehemaligen Raketenlager und mindestens zehn weitere auf den Flächen der ehemaligen Kaserne realisiert. Mario Hoffmann, der familiäre Verbindungen in die Region hat und sich schon als Kind für das Armedorf interessiert, verfolgt den Rückbau und versucht, zu erhalten, was ihm im historischen Kontext wichtig erscheint. Leider sei nicht alles möglich und finanzierbar. „Eine Sicherstellung ist immer mit Kosten verbunden, die zum größten Teil privat getragen werden. Wenn ich zum Beispiel ins Erdreich eingreife, ist eine Kampfmitteltechnische Baubegleitung Pflicht und diese kostet pro Tag 600 Euro. Das geht privat einfach nicht“, erklärt der 45-Jährige.

Die Genehmigung zur Sicherung des Lenin-Reliefs erhielt er mit Auflagen von der Brandenburgischen Boden GmbH, unter deren Regie der Rückbau läuft. „Ich musste unter anderem eine Verzichtserklärung auf Übernahme durch die Stadt Zehdenick einholen und mit dem Eigentümer vor Ort die Befahrung des Objektes klären“. Finanziert wurde die Aktion allein durch private Mittel. Denkmalschutz gab es weder für die Lenin-Figur noch für andere Bestandteile des großes Reliefs. Hoffmann hatte einen entsprechenden Antrag an die Behörden gestellt. Der wurde aber abgelehnt. Zu den Dingen, die Hoffmann gerne bewahren möchte, bevor die finale Phase der Konversion erreicht ist, gehört eine Kanzel zur Nahfeldverteidigung an den alten Bunkern.

Von Cindy Lüderitz

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