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Gransee Luswandeln im Meseberger Bundesschloss
Lokales Oberhavel Gransee Luswandeln im Meseberger Bundesschloss
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17:55 12.06.2016
Gedeckte Tafel im Speisesaal von Schloss Meseberg. Quelle: Margot Schöning
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Meseberg

Bevor am Sonnabend die gut 2600 Besucher ihre persönliche Sightseeing-Tour auf Schloss Meseberg beginnen konnten, mussten sie sich zumindest bis zum Mittag in eine weitläufige Warteschlange einreihen. Geduld war gefragt. Auch beim Sicherheitscheck, der gründlicher als bei jeder Flughafenkontrolle ausfiel. In den Vormittagsstunden reichte der Besucherstrom bis hinter die Kirche ins Zentrum des 150 Seelen-Dorfes. Für alle blinkte schon durch den gusseisernen Zaun verheißend das Barockschloss wie bei einer Bühneninszenierung in gleißendem Sonnenschein. Wer die notwendige, aber zeitraubende Leibesvisitation überstanden hatte, wurde mit netten, kleinen Präsenten der Bundesregierung beschenkt: Kugelschreiber, Pfefferminzbonbons, Karton-Tragetasche, Schlüsselband und ein Foto einer sehr jungen Bundeskanzlerin. Dazu spielte das Granseeer Feuerwehr-Blasorchester Polka und andere flotte Lieder. Den Fürstenbergern Maria Köpcke, Hans-Joachim und Bärbel Böhm ging der Rhythmus sofort in die Beine. Mit beschwingten Tanzschritten schunkelten sie bis zur Schlosstreppe. Vorbei an den erstaunten Bundes- und Landespolizisten, an unauffällig auffälligen Sicherheitsbeamten, aber auch am Chauffeur der Bundeskanzlerin, der den lieben, langen Tag vor dem Schloss neben dem Dienstwagen der ersten Frau im Staat stand. Ob er sich fotografieren ließ, blieb seiner Entscheidung überlassen. Beauflagt war er jedoch, die Fragen der Besucher zu beantwortete, genau wie die vielen anderen Mitarbeiter aus dem Bundeskanzleramt. Die 76-jährige Bärbel Böhm und ihr 79-jähriger Ehemann Hans-Joachim waren zum zweiten Mal auf Schloss Meseberg. In diesem Jahr hatte sie ihre 84-jährige Nachbarin Maria mitgebracht, um ihr die Pracht des Barockschlosses zu zeigen, das durch die Messerschmitt-Stiftung „geborgen“ wurde. Unter der Ägide des Vorstandsvorsitzenden und Kunstliebhabers Hans-Heinrich von Srbik hatte die Stiftung das Ensemble für 25 Millionen feinfühlig renovieren lassen und 2005 für 20 Jahre an die Bundesregierung verpachtet. Mit noch einmal 13 Millionen finanzierte das Bundeskanzleramt die notwendige Sicherheits- und Kommunikationstechnik – alles versteckt hinter barocken Tapeten. Die Fürstenberger Besucher schwankten noch, was eindrucksvoller sei, das Schloss oder der überaus gepflegte, fantastische, terrassenförmig zum Huwenow See abfallende Barockpark. Maria Köpcke meinte: „Alles super, vor allem die Blasmusik“. Das reichte den Fürstenberger Senioren im Gegensatz zu anderen Tagesgästen, die den ländlichen Ausflug vor oder nach Meseberg mit anderen regionalen Angeboten der Landpartie abrundeten. Immer wieder waren Gespräche zu lauschen, in den sich die Besucher die hochrangigen ausländischen Gäste, Staats- und Regierungschefs wie die Präsidenten Frankreichs, der USA, Russlands oder Chinas sowie Mitglieder der Bundesregierung beim Dinner oder Gesprächen in den wundervollen Räumen und im Garten vorstellten. Da werde die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf jeden Fall angenehmer und vielleicht auch erfolgreich vertraulich verhandeln können, hieß es, als in ihrem 70 Kilometer entfernten Berliner Amtssitz, der zwar modern, aber etwas nüchtern sei.

Von Margot Schöning

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