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Gransee Mehr als ein Jahrhundert Strandleben
Lokales Oberhavel Gransee Mehr als ein Jahrhundert Strandleben
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00:37 01.06.2018
Jürgen Graetz hat die Ausstellung mit Motiven aus Neuglobsow zusammengestellt. Quelle: Martina Burghardt
Neuglobsow

„Der Stechlin bewirkt Wunder! Er zieht halb Berlin nach einer Arbeitswoche an seine Ufer und heilt die geschundenen Seelen.“

So beschreibt Pfarrerin Beate Wolf in ihrem Begleittext zur Ausstellung die Gedanken derer, die gern einen Tag, ein Wochenende oder sogar ihren Urlaub zum Abschalten in dem staatlich anerkannten Erholungsort am Stechlinsee nutzen. In der Kirche Neuglobsow zeigt Jürgen Graetz passend zu dem Motto „120 Jahre Strandleben am Stechlinsee“ Fotografien, die das belegen. Die älteste Aufnahme ist aus dem Jahr 1897 und zeigt eine Frau mit Hund im Wasser. Von 2017 sind entsprechend des Themas die jüngsten Fotos.

Den Besuchern etwas bieten

Ortsbeiratsmitglied Wolfram Scheffler, der seit mehreren Jahren die Ausstellungen in der Adventskirche kuratiert, freut sich über die Fotoschau, nicht zuletzt deshalb, weil man den Besuchern ja etwas bieten möchte. Das kommt an: „Die Fotos sind toll, wir kommen gern wieder“, lautet beispielsweise ein Gästebucheintrag.

Geschichten zu den Bildern

Wer das Glück hat, mit einem Ortskundigen die Ausstellung zu besuchen, vielleicht sogar mit dem Jürgen Graetz, kann nicht nur einen Blick auf das Strandleben der vergangenen Jahrzehnte erhaschen, sondern bekommt zu fast jedem Bild  eine Geschichte präsentiert. Wie zum Beispiel über die  jungen  Männer  aus dem Berliner Gymnasium  zum Grauen Kloster,  die  sich „die Roten Hähne“ nannten, oder zu dem Paar, das sich in den 1930er Jahren ablichten ließ, über das Neptunfest 1995, die Taucherstation oder die vielen Urlauber  aus dem FDGB-Heim, die einst das Ufer des Sees bevölkerten.

„Der Stechlin kennt nicht arm und reich“, schreibt Beate Wolf weiter. „Beim Picknick schmeckt der warme Champagner nicht besser als die Fassbrause.“

Archiv wächst weiter

Jürgen Graetz ist in Dagow geboren und aufgewachsen und nach seinem Arbeitsleben als Fotograf in das „Haus der Ahnen“, wie er sagt, wieder zurückgekehrt. Den Fotoapparat hat er nicht aus der Hand gelegt, das Labor ist nach wie vor in Betrieb. Der 74-Jährige ist an der Geschichte des Dorfes interessiert und hat selbst das Dorfleben dokumentiert. Schon lange überlässt man ihm deshalb Familienalben und alte Postkarten, wie man sie auf Flohmärkten findet. So wächst das Archiv, das sowohl Bilder als auch Tonbandaufnahmen enthält. Ein Album des Kunstmalers Georg Ludwig Meyn (1859 bis 1920), der ein Sommerhaus in Neuglobsow besaß, gehört dazu.

Geld bekommt der Fotograf für sein Engagement nicht. „Das mache ich fürs Dorf“, sagt er.

Von Martina Burghardt

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