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Gransee Mieter entsorgt seinen Müll ganz ungeniert
Lokales Oberhavel Gransee Mieter entsorgt seinen Müll ganz ungeniert
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21:49 09.10.2018
Schweinerei am Wohnblock in der Oranienburger Straße: Der Verursacher, ein Mieter, wurde ermittelt. Quelle: Tobias Zienert
Gransee

„Ich finde es einfach nicht gut, wenn Leute ihren Dreck hinterlassen und Berge von Unrat zusammenkommen“, sagt Tobias Zienert. „Das auch noch an einer öffentlichen Straße, wo jeder vorbeifährt.“ Vor einigen Tagen hat der Granseer den Müllhaufen vor einem Wohnblock in der Oranienburger Straße 49 bis 53 entdeckt. Dabei handelt es sich vermutlich um Reste, die von der Sperrmüllabfuhr übrig geblieben sind.

Auch wenn es so ist: Wer die Sperrmüllabfuhr beantragt, wird darauf hingewiesen, wann was auf die Straße gestellt werden darf. „Das Schlimme ist ja“, so Tobias Zienert, „dass andere Leute noch mehr Müll dazu werfen.“ Er sieht die Gefahr, dass es vielleicht in Zukunft eine Dreckecke bleibt. Das passiere schließlich öfter. „Ein Ding der Unmöglichkeit“, sagt er. Die Reste müssten ja letztlich von irgend jemandem entsorgt werden. Das kostet. „Und dann wundern sich die Leute, wenn alles teurer wird.“

Jeannette Hillmann kann ein Lied davon singen. „Eine Katastrophe, was hier passiert“, flucht die Mitarbeiterin der Gewo Gransee, der das Grundstück an dem Block gehört. Was sie auf die Palme bringt, ist die Tatsache, dass sich die Mieter bei den Sperrmüllaktionen nicht an die Anweisungen der Abfallwirtschaftsunion halten. „Da steht eindeutig, dass der Sperrmüll erst am Abend vorher hinauszustellen ist. Aber es wird immer wieder einmal schon Tage vorher hingestellt.“ Das hat Folgen, wie sie aus Erfahrung weiß. Wenn der Müll ein paar Tage herumstehe, fühlen sich andere bemüßigt, eigenen Müll dazuzustellen. Und so werde aus dem Sperrmüllberg ganz schnell ein Müllberg.

In dem speziellen Fall war die Abholung des Sperrmülls für den vergangenen Freitag terminiert. Der Sperrmüll wurde aber schon vorher abgestellt. Im Nu wuchs der Berg, in dem „normaler Müll“ dazukam. Den nahm die Awu erwartungsgemäß nicht mit. So blieb der „normale Müll“ übers Wochenende liegen. Die Gewo hat schnell gehandelt. „Wir haben versucht herauszufinden, wem der Müll gehört. Das war nicht schwer“, so Jeannette Hillmann. Der Verursacher habe Kontoauszüge, Briefe, Röntgenbilder und Tabletten entsorgen wollen. „Da war es natürlich nicht schwer, den Verursacher zu finden“, so Jeannette Hillmann. Trotzdem haben Mitarbeiter der Gewo den Müll bei der Awu entsorgt. „Das stellen wir dem Verursacher natürlich alles in Rechnung“, kündigt die Gewo-Mitarbeiterin an.

Auch das Ordnungsamt des Amtes Gransee und Gemeinden kennt den Müllfrevel in der Region. „Wir hatten letztens erst einen Fall in der Straße des Friedens“, sagt Ordnungsamtsleiterin Karin Schröder. „Wir recherchieren dann, fragen Nachbarn, wer den Müll hingestellt haben könnte. Oft hatten wir damit schon Erfolg, so dass der Verursacher zur Verantwortung gezogen werden kann.“

Jeannette Hillmann sieht diesen Müllfrevel längst als Riesenproblem an. Auch vor Papiercontainern oder ganz normalen Mülltonnen würden diese  Menschen  keinen  Halt machen.

Von Martina Burghardt und Stefan Blumberg

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