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Mittelzentrum unterstützt Förderverein

Zootzen Mittelzentrum unterstützt Förderverein

Der Kooperationsrat des Mittelzentrums Regio-Nord hat sich für einen Verbleib des Waldhofes Zootzen in Kreisträgerschaft und mit inhaltlicher Begleitung durch den gleichnamigen Förderverein ausgesprochen.

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Am Donnerstag hat das Johannesstift die Schlüssel für den Waldhof Zootzen zurückgegeben.

Quelle: Uwe Halling

Zootzen. So rasant wie der Waldhof vor fast zwei Jahren zum Wohnheim für minderjährige Flüchtlinge umgenutzt wurde, so rasant ist die Jugend-Einrichtung jetzt abgewickelt worden. Am Mittwoch übergab das evangelische Johannesstift als Betreiber die Schlüssel zurück an den Landkreis. Die Bewohner sind ausgezogen. Für die ausländischen Kinder und Jugendlichen, die dort zuletzt untergebracht waren, beginne jetzt die wirkliche Integration. „Weil sie raus aus dem Wald sind“, betonte Norbert Schröder, Leiter von Neustart. Fast 20 Mitarbeiter hatte das Johannesstift seinerzeit zusammengetrommelt, um eine soziale und pädagogische Begleitung der minderjährigen Flüchtlinge zu ermöglichen.

„Keiner der Kollegen, die aus verschiedenen Ländern kamen, ist nach der Schließung von Arbeitslosigkeit betroffen“, sagte Norbert Schröder. Ein Teil der Mitarbeiter würde weiter beim Träger beschäftigt, zum Teil aber mit anderen Aufgaben betraut. „Unterm Strich hat es in Zootzen gut funktioniert, es gab keine Angriffe von außen“, betonte Schröder. Die Auseinandersetzungen unter den Jugendlichen selbst seien aufgrund der verschiedenen Kulturen entstanden. „Das haben wir in Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Landkreis aber gut gelöst“, so Schröder.

Über die Zukunft des Waldhofes wird indes weiter beraten. Der Kooperationsrat des Mittelzentrums hat sich nach einer Beratung und einem Treffen mit Mitgliedern des früheren Mieters, dem Förderverein Waldhof, für eine Einrichtung in Kreisträgerschaft mit inhaltlicher Begleitung durch den Verein ausgesprochen. Darüber informierte Regio-Nord-Chef Olaf Bechert am Donnerstag. Mit dem Förderverein und seinen rund 90 Mitgliedern gebe es eine gewachsene Institution und ein bürgerschaftliches Engagement, das nicht erst künstlich erzeugt werden müsse. Mit 20 Prozent Besuchern aus dem Berliner Raum habe das Schullandheim eine Wertschöpfung erzeugt, für die sonst sehr viel Werbung auf Messen notwendig ist, sagte Bechert. Er zeigte auch Verständnis dafür, dass sich der Kreis Zeit für ein Waldhof-Konzept nimmt und wenige Tage nach dem Auszug der Flüchtlinge noch nichts entschieden ist. „Der Kreis muss gewährleisten, dass das Haus wirtschaftlich funktioniert.“

Von Cindy Lüderitz

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