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Mobile Kirchenarbeit

Zehdenick Mobile Kirchenarbeit

In Zehdenick wurde das Projekt „Kirche mobil“ gestartet. Seit dem 1. Oktober ist Kerstin Frieboese im Einsatz. Ihre Aufgabe ist die gemeindepädagogische Arbeit in den Dörfern – vor allem dort, wo es keinen Pfarrer mehr gibt.

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Kerstin Frieboese wird das Zehdenicker Projekt „Kirche mobil“ in den nächsten zwei Jahren mit Leben füllen.

Quelle: Cindy Lüderitz

Zehdenick. Der neue Arbeitsbereich von Kerstin Frieboese hat reichlich Fläche: er führt einmal quer durch die Gemeinde Zehdenick bis an die Kreisgrenze zur Uckermark und beginnt direkt hinter ihrem Heimatort Falkenthal. Von dort aus organisiert die 55-Jährige seit dem 1. Oktober das Projekt „Kirche mobil“. Das passende Fahrzeug, mit dem sie künftig über Land fahren wird, kommt im November.

Mit dem Projekt und Kerstin Frieboese möchte die Kirchengemeinde vor allem in Orten präsenter sein, die keinen Pfarrer und kaum mehr ein Gemeindeleben haben. Eine feste Struktur für die Aufgabe, die sie übernommen hat, gibt es noch nicht. In der Stellenausschreibung hieß es, es werde jemand mit Lust auf ein neues Konzept von Kirche auf dem Land gesucht; einer, der in den Dörfern rund um die Havelstadt Kirche lebendig gestaltet. „Es ist Neuland, das wir da betreten. Das ist Fluch und Segen zu gleich“, sagt Frieboese, die genügend Optimismus und Enthusiasmus mitbringt, um vor allem die Möglichkeiten zu sehen. „Es geht nicht darum, dass ich mir etwas ausdenke, sondern herausfinde, wo die Bedürfnisse liegen und wir gemeinsam mit den Menschen in den Orten etwas aufbauen.“ Sei es eine monatliche Gesprächsrunde, ein mobiler Kinderspielplatz oder andere Gelegenheiten, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Im Zentrum der gemeindepädagogischen Arbeit stünden vor allem Familien, sagt Pfarrer Andreas Domke. Die vom Kirchenkreis geschaffene und finanzierte Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet, soll aber verlängert werden, wenn die Arbeit Früchte trägt. Für den Pfarrer ist Kerstin Frieboese genau die richtige für den Job, weil sie auf Menschen zugehen könne und weil sie Ideen mitbringe. Am Anfang stünden trotzdem erstmal die Recherche und das Netzwerken, ob mit Kommunalpolitikern, Ehrenamtlichen oder Kirchenältesten. Viele Gesichter kennt Kerstin Frieboese auch schon. Die gebürtige Berlinerin ist mit der Kirche aufgewachsen und verbunden. 23 Jahre lange arbeitete sie als Ergotherapeutin in der Altenpflege. Im Oktober letzten Jahres schloss sie eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Diakonin ab. Seit fast 20 Jahren lebt sie in Falkenthal, sitzt im Gemeindekirchenrates, gestaltete Gottesdienste, macht Kirchenmusik oder singt im Chor. Die Mutter zwei erwachsener Kinder ist zudem passionierte Pferdeliebhaberin.

Von Cindy Lüderitz

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