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Gransee Nachlass mit Goldstaub
Lokales Oberhavel Gransee Nachlass mit Goldstaub
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02:15 04.02.2016
Goldstaub: Sichtung der Zehdenick-Postkarten, die ab März ausgestellt werden. Quelle: Cindy Lüderitz
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Zehdenick

Eine wohl einmalige Postkartensammlung hat die Zehdenicker Geschäftsfrau Ursula Wächter geerbt. Aus dem Nachlass ihres bereits im Jahr 2000 verstorbenen Bruders stammen die zum Teil mehr als 100 Jahre alte Grußkarten aus Zehdenick, die pünktlich zum großen Jubiläum in die Havelstadt zurück gekehrt sind. Mehrere Alben hat der frühere Oberstudienrat Dieter Lüninghake im Laufe seines Lebens zusammengetragen. „Dafür ist quer durch die Bundesrepublik gereist, zu Börsen und privaten Sammlern“, sagt seine Schwester. Seiner Heimatstadt Zehdenick, die er bereits im Jugendalter in Richtung Westdeutschland verließ, sei er auf diese Weise immer eng verbunden geblieben.

Die Postkarten werden anlässlich der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen Teil mehrerer historischer Ausstellungen sein. In Zusammenarbeit mit dem Chronisten Heinz Schmal und Zehdenicks Stadtarchivarin Margitta Gatzke wurde der papierne Goldstaub gesichtet. Mehrere Stunden hätte allein die erste Etappe der Auswahl gedauert – dabei sind hunderte andere Karten auch aus den Zehdenicker Ortsteilen noch gar nicht erfasst, sagt Wächter.

Archiv-Praktikant Samuel Nix hat nunmehr die ersten 50 Motive digitalisiert und auf Ausstellungsmaß vergrößert. Die Qualität der Vorlagen sei derart gut, dass auch unter der digitalen Lupe alles klar und scharf zu erkennen sei. Einen kleinen Ausschnitt der Sammlung möchte Ursula Wächter selbst ab dem 1. März in ihrem Bekleidungs-Geschäft in der Berliner Straße zeigen. In der Galerie der Zehdenicker Kunstfreunde werden weitere Motive präsentiert. „Ideell ist der Wert dieser Sammlung nicht zu beziffern“, sagt Margitta Gatzke. Mit einer solchen Vielfalt könne höchstens das Archiv von Stadthistoriker Ulrich Drewin mithalten. Postkarten dieser Art und diesen Alters würden heute zu Preisen zwischen 10 und 15 Euro gehandelt. Damit sei hier auch finanziell ein kleiner Schatz gehoben worden. Ursula Wächter wusste um die Sammelleidenschaft ihres Bruders. Den Grundstock dafür hätte er vor vielen Jahrzehnten gelegt als er von einem Sammler dessen Motive erwarb und die Alben vervollständigte.

Die Fülle an historischen Postkarten erkläre sich auch aus der Zahl der um 1900 in Zehdenick ansässigen Verlage – fünf bis sechs soll es zur Jahrhundertwende gegeben haben. Zu den Lieblingsmotiven gehörten schon damals die Zugbrücke, die Berliner Straße, das Kloster und die Plätze der Havelstadt. Einige Grußkarten sind beschriftet. „Lieber Vater und Bruder, glücklich angekommen“, schrieb beispielsweise eine Frau namens Marie nach Hause. „Hier alles in Ordnung“, steht auf einer anderen Karte geschrieben.

Von Cindy Lüderitz

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