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Nachwuchs unter einem Dach

DRK Gransee gibt Aufgaben an das Amt zurück Nachwuchs unter einem Dach

15 Jahre lang kümmerte sich das Deutsche Rote Kreuz um die Arbeit in den Jugendklubs des Amtes Gransee und Gemeinden. Diese Ära geht jetzt zu Ende. Das DRK gab diesen Auftrag zurück zum Amt – und sieht Vorteile in dem Schritt.

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Die Protagonisten (von links): Kathrin Reiffler, Nicole Schulze, Frank Stege, Iris Utecht, Steffen Bauer.

Quelle: UWE HALLING

Gransee. Die Kinder- und Jugendarbeit in Gransee und den Ortsteilen wird jetzt komplett vom Amt Gransee koordiniert. Mit der Rückübertragung der Jugendarbeit vom Deutschen Roten Kreuz an das Amt Gransee und Gemeinden übernimmt das Amt die gesamte Regie bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, hat als Träger die personelle Hoheit. Das ist ganz im Sinne von Iris Utecht, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Gransee: „Es ist gut, wenn alles unter einem Dach ist. Wir sehen da mehr Chancen für alle, Synergieeffekte können genutzt werden.“ Das DRK ziehe sich damit keineswegs aus der Jugendarbeit zurück, wird so zum Beispiel in der Jugendhilfe und dem Jugend-Rotkreuz weiter aktiv sein, sagte Iris Utecht am Donnerstag bei der Übergabe. Seit dem 19. März 2001 betreute das DRK die Jugendlichen im Auftrag des Amtes Gransee.

Amtsdirektor Frank Stege sieht den Vorteil darin, dass die Arbeit der Kitas, Schulen und Jugendklubs besser verzahnt werden kann. „Wir können hier auf eine solide Betreuung aufbauen, wollen aber gucken, wo wir etwas verbessern können.“ Eine Änderung ist, dass der Personalbestand von zwei auf drei Stellen aufgestockt wird. Derzeit teilen sich Steffen Bauer (Jugendklubleiter Old School Gransee, seit 2012 im Amt) und Nicole Schulze (Koordinatorin für die Jugendzimmer in Kraatz, Dannenwalde, Meseberg, Menz und Zernikow, seit 2013 dabei) die Betreuung mit jeweils 40 Stunden. Möglichst schnell soll ein dritter Mitarbeiter zum Team stoßen. Alle drei würden dann 90 Stunden arbeiten. Das Land und der Landkreis würden weiter 80 Stunden fördern, auf das Amt kommen durch die zehn zusätzlichen Stunden Mehrausgaben von etwa 13 000 Euro zu. Der dritte Mitarbeiter wird noch gesucht. Er/sie muss eine pädagogische Ausbildung (Erzieher/Sozialarbeiter) haben, kann sich sofort beim Amtsdirektor bewerben. Frank Stege sieht das Plus in der Neueinstellung auch darin, „dass sich alle im Urlaub oder Krankheitsfall vertreten können und dass einfach mehr Hände da sind“.

Am Inhalt der Arbeit wird sich nichts Schwerwiegendes ändern. „Wir werfen doch jetzt nicht alles über den Haufen“, sagt Kathrin Reiffler, die im Amt zuständig für die Jugendarbeit sein wird. Die Ferienfahrt nach Rerik, der Austausch mit hessischen Jugendlichen (Vogelsbergkreis), die Aktionstage im September (Einführung der Siebtklässler) oder die Halloweenparty stehen schon wieder im Kalender.

Der Jugendklub Old School (früher war in dem Gebäude die Stadtschule II untergebracht) ist der größte Anlaufpunkt. Im Schnitt kommen 25 Jugendliche, freitags durchaus 40, manchmal 60. Abschalten, Hausaufgaben, Musik machen, kochen, Volleyball spielen, tanzen – aus diesen Gründen finden sie sich ein. Auf den Dörfern sind die Jugendzimmer einmal wöchentlich geöffnet, dann kommen zwischen zwei und sieben Jugendliche.

Von Stefan Blumberg

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